Fußball: Bezirksliga Tor reicht für Kuriositätenkabinett, aber nicht für Sieg von BW Aasee

Münster -

Nicht wenige hätten den späten Ausgleichstreffer beklagt. Matthias Gerigk und Blau-Weiß Aasee waren nach dem 1:1 gegen Germania Horstmar weit davon entfernt. Sie hatten ganz genau hingesehen – und waren einverstanden.

Von Uwe Niemeyer
Trotz des späten Ausgleichs nicht unzufrieden: Matthias Gerigk.
Trotz des späten Ausgleichs nicht unzufrieden: Matthias Gerigk. Foto: wh

Die Führung für BW Aasee durch Christian Hülsmeier (79.) fiel spät. Zum Sieg aber reichte sie dennoch nicht, da Germania Horstmar noch später durch Domenik Kortehaneberg (83.) zum Ausgleich gelangte. Wirklich enttäuscht waren die Gastgeber dennoch nicht. Dass ein Gästespieler in der Nachspielzeit noch die Ampelkarte sah, blieb ohne Auswirkung.

„Man muss auch mal mit einem Unentschieden zufrieden sein. Und dabei dürfen wir auch die 78 Minuten vor der Führung nicht vergessen. Das Ergebnis geht daher in Ordnung“, gab Matthias Gerigk ehrlich zu Protokoll. Vielleicht auch, weil der Treffer zum 1:0 einen Platz im Kuriositätenkabinett verdient hätte. Hülsmeier, gerade erst 180 Sekunden in der Partie, setzte sich an der Grundlinie durch und „wurschtelte“ laut Gerick den Ball unter Mithilfe von Keeper Dominik Chmieleck irgendwie ins Tor. Unglücklich ihrerseits agierten hingen die Blau-Weißen beim Ausgleich, verpassten sie es doch, einen Konter rechtzeitig zu unterbinden. „Das war etwas naiv“, gestand Gerigk.

„Vor der Pause waren wir irgendwie nicht griffig“

Der und seine Elf sahen sich zunächst vom forschen Auftreten der Gäste überrascht. Früh liefen sie die Akteure der Gastgeber an, die so weder ins Spiel noch in die Zweikämpfe fanden. „Vor der Pause waren wir irgendwie nicht griffig“, kritisierte der BW-Coach, der ordentlich improvisieren musste. „Irgendwann gehen einem eben die Spieler aus“, verweis er darauf, dass er nach Michael Runge und Marius Sprenger mit Gökhan Tahca bereits den dritten Akteur aufbot, den er noch vor zwei Jahren in der Zweiten betreut hatte.

Aasee: Schulz – Kleine (78. Brüninghoff), Kampschulte, Stiens, Roth – Dombrowa, Steur, Tahca (59. Eustermann), Bartelink – Sprenger – Runge (76. Hülsmeier)

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