Basketball: ProB Blackout der WWU Baskets Münster mit bitteren Folgen

Münster -

Die WWU Baskets sind konkurrenzfähig in der 3. Liga, das stellen sie Woche für Woche unter Beweis. Doch leider muss man vor allem auswärts schon dabei gewesen sein, um zu diesem Schluss zu kommen, denn die nackten Zahlen sprechen eine andere Sprache, auch in Wolfenbüttel

Von Ansgar Griebel
Stefan Weß war in Wolfenbüttel mit 13 Punkten an der Punktesammlung beteiligt, die am Ende nicht für den ersten Auswärtssieg reichen sollte.
Stefan Weß war in Wolfenbüttel mit 13 Punkten an der Punktesammlung beteiligt, die am Ende nicht für den ersten Auswärtssieg reichen sollte. Foto: Wilfried Hiegemann

Die WWU Baskets warten weiter auf ihren ersten Auswärtssieg: Mit der 72:81 (31:38)-Niederlage bei den Herzögen Wolfenbüttel kassierte der Aufsteiger in die 2. Liga ProB die vierte Niederlage im vierten Spiel in der Fremde. Und erneut fragte sich Trainer Philipp Kappenstein in seiner Analyse, wie es denn sein kann, dass die Mannschaft, die drei Viertel der Partie vergleichsweise sicher im Griff hat, am Ende als Verlierer vom Feld geht.

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Das ist ein ganz bitterer Lernprozess.

Trainer Philipp Kappenstein

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„Das ist ein ganz bitterer Lernprozess“, beschreibt der Pädagoge diese Niederlage, die ihre Ursache einzig und allein im dritten Spielabschnitt findet. „Da kam dann alles zusammen, was bei uns noch nicht so richtig funktioniert“, beschreibt Kappenstein die spielentscheidende Phase, die mit 32:8 an die Gastgeber ging. „Unnötige Ballverluste, eine unglaublich schlechte Freiwurfquote. Überhastete Angriffe – da passte einfach alles.“ Oder eben nichts. „Und da fehlt uns einfach noch die Lösung, wie wir einen Lauf des Gegners stoppen können.“

Die richtige Lösung fehlt

Eine erste Auszeit, als die Gastgeber im dritten Abschnitt ausglichen, eine zweite bei noch überschaubarem Rückstand: Alles vergebens, gute Worte halfen in dieser Phase nicht, als das Unheil ungebremst über die Baskets hereinbrach.

„Das war so ein Spiel, dass ich gerne gleich noch mal gespielt hätte“, so Kappenstein. „Weil wir doch einfach wussten, wie es geht.“ So wie im zweiten Viertel zum Beispiel: Da hatten die Baskets Gegner und Spiel im Griff, legten einen 22:8-Zwischenspurt zur souveränen Pausenführung hin – „und kommen dann eigentlich mit breiter Brust aus der Kabine.“ Doch die wird schmaler und schmaler, plötzlich läuft nichts mehr zusammen. Insgesamt finden nur 9 von 19 Freiwürfe ihr Ziel, die zehn Fehlversuche fallen fast alle ins dritte Viertel. „Natürlich ist das ärgerlich, aber ich bin trotzdem zuversichtlich, dass wir zu der Stabilität finden, dass wir solche Spiele künftig auch gewinnen können“, so Kappenstein.

Punkte: Cooper (15), J. König (14), Delpeche (13), Weß (10), Porcher (8), Padberg (5), A. König (4), Woletring (2), Funk (1)

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