Fußball: Kreisliga A Abstiegssorgen – TuS Hiltrup II und III hinken Erwartungen hinterher

Münster -

Der TuS Hiltrup II und III sind sich einig. Leider. Während die Dritte die Rote Laterne in der B 3 in Händen hält, ziert auch die Reserve in der A 2 das Tabellenende. Dabei bereitet die erste Mannschaft in der Westfalenliga viel Freude. Für die soll bei der Zweiten künftig auch wieder eine Personalie sorgen.

Von Uwe Niemeyer
Hiltrups Hoffnungsträger: Jakob Bensch soll bei der TuS-Zweiten rasch eine schlagkräftige und konkurrenzfähige Truppe formen.
Hiltrups Hoffnungsträger: Jakob Bensch soll bei der TuS-Zweiten rasch eine schlagkräftige und konkurrenzfähige Truppe formen. Foto: oet

Die Vereinsfarben beim TuS Hiltrup sind Programm. Jedenfalls was die Kreisligavertretungen anbelangt. Neben der Dritten in der B 3 ziert auch die Zweite das Tabellenende der A 2 und sorgt für ein blaues Wunder am Osttor. Ganz im Kontrast zur erfreulichen Bilanz der ersten Mannschaft als Vierter der Westfalenliga. Vor allen Dingen die Reserve bereitet Kopfzerbrechen. Auch, weil die Erwartungshaltung eine andere war.

„Für einen einstelligen Platz, und der war unser ursprüngliches Ziel, wird es nicht reichen. Aktuell fordert uns erst einmal die neue Findungsphase“, sagt Nico Appelhoff. Der sportliche Leiter für die Kreisliga-Teams betrachtet die Situation sachlich. Ein Sieg aus zwölf Spielen und gerade sechs Zähler sind zu wenig. Bei den 15:34 Toren kassierte nur BW Aasee II mehr Treffer und traf seltener.

„Der Kader war zu Saisonbeginn zu schwach geplant“

Auch das jüngste 1:5 gegen den SC Nienberge offenbarte die Probleme. Statt mit den Gästen gleichzuziehen, wurde der Abstand größer. Obwohl mit Sebastian Hübner, Tim Bothen und Eric Rottstegge ein Trio aus dem Westfalenliga-Team mitwirkte. „Spieler von oben sind kein Allheilmittel“, räumt Appelhoff ein. Er sagt aber auch: „Bei uns wird alles über die Erste geregelt. Denn der Kader der Zweiten war zu Saisonbeginn zu schwach geplant.“ Ursprünglich sah dieser 24 Akteure auf dem Zettel vor, davon meldeten sich unter anderem zwei Langzeitverletzte und ein Student ab. Letztlich blieben 16. Hinzu kam, so Appelhoff, die „Einstellung zur Wochenendplanung der Spieler und die verschobenen Wahrnehmung“. Am vergangenen Samstag bereiteten sich ein Dutzend auf einer Mallorca-Party vor.

Verschmelzung beider Teams ist denkbar

Zusammen auch ein Grund, warum Trainer Michael Vollmer vor zwei Wochen und nach knapp vier Monaten seinen Platz räumte. Nachfolger Jakob Bensch versucht nun, das Team in die Spur zu bekommen. Entgegen kommt ihm, dass er Stallgeruch hat, zuletzt bei der ersten Mannschaft assistierte – und als Anfang-Dreißiger laut Appelhoff die Nähe zu den Spielern habe. „Er muss aus jungen Individuallisten eine Mannschaft formen“, sieht Appelhoff das vorrangigste Ziel. Im Training und in puncto Stimmung hat er eine Verbesserung ausgemacht. Ein denkbares Mittel könnte auch sein, im Saisonverlauf Zweite und Dritte, die unter dem Wechsel der einstigen Vierten nach Amelsbüren quantitativ leidet, zusammen zu schmelzen.

Rolf Neuhaus aber beschäftigt sich noch mit dem jetzt. „Wir passen schon auf. Einen Abstieg der Zweiten wollen wir natürlich nicht“, so der Abteilungsvorsitzende – was nicht verwundert.

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