Fußball: Westfalenpokal 5:2 gegen Ennepetal: Der SC Münster 08 liefert einen fulminanten Pokalabend

Münster -

Mit der YEG Hassel musste erst ein Westfalenligist daran glauben, nun erwischte es am Kanal mit dem TuS Ennepetal einen Oberligisten. Kein Frage, der SC Münster 08 sorgt im Westfalenpokal für Furore und steht verdient in Runde drei – trotz des verletzungsbedingten Ausfalls der Mittelfeldzentrale.

Von Thomas Austermann
Lass hören, Kumpel. Wie war ich? Doppeltorschütze Leon Schwarzer (l.) jubelt mit Eldin Celebic über Nullachts Pokalsieg.
Lass hören, Kumpel. Wie war ich? Doppeltorschütze Leon Schwarzer (l.) jubelt mit Eldin Celebic über Nullachts Pokalsieg. Foto: Peter Leßmann

Dieser Landesligist steigert sich mit der Qualität der Aufgaben: In der zweiten Runde im Westfalenpokal sorgte der SC Münster 08 mit einem fulminanten 5:2 (2:0) über Oberligist TuS Ennepetal für die dicke Überraschung, die einer bestens eingestellten und spielfreudigen Elf vollauf verdient gelang. Im Oktober kommt dann mit dem SC Wiedenbrück ein noch höher eingestufter Gegner an den Kanal.

Die Zuversicht von Nullacht-Trainer Mirsad Celebic war nicht gespielt – er wusste, zu welcher Leistung seine Jungs fähig sind. „Das war bockstark! Wir haben uns nie versteckt, sondern Tempo und Witz präsentiert. Und die Tore gemacht“, sagte der restlos glückliche Coach, der sogar die beiden Sechser verletzt rausnehmen musste. Diogo Alves Duarte zog sich eine Wunde am Kopf zu, Dennis Wüpping knickte um. Joe Breloh und Linus Möllers sprangen rein und ließen kaum Lücken zu.

Nach der Zusatzschicht in der ersten Runde und dem Weiterkommen per Elferschießen gegen Westfalenligist YEG Hassel war Nullacht jetzt auf seinem Kunstrasen hellwach gegen den TuS, der zwar mit Vehemenz startete, aber ziellos und einfältig wirkte – und Konter zuließ. Ennepetal, trainiert vom Ex-Preußen Alexander Thamm (35) und am 30. September in der Liga Gastgeber des 1. FC Gievenbeck, agierte defensiv anfällig gegen die schnellen Attacken.

Schulte auf Schwarzer – 1:0

Frederik Schulte preschte links bis zur Grundlinie und bediente Leon Schwarzer zu dessen 1:0 (31.), zehn Minuten später legte der Torschütze aus 16 Metern nach, als sich die Kollegen den Gegner fein zurechtlegten mit gutem Passspiel. „Ennepetal sieht schwarz“, witzelte ein Zuschauer zur Pause schon.

Die große Attacke des TuS, der im Vergleich zur letzten Startformation in der Liga vier Mann in der ersten Elf aufbot, blieb aus, weil der Vortrag wenig durchdacht war und die Nullacht-Kette um Jonas Grütering überaus konzentriert und in guter Abstimmung agierte. Nur per Kopf nach Standard trafen die Gäste, Abwehrmann Stefan Siepmann war zur Stelle (54.).

Möllers düpiert Bogun

Die sich gut lösenden Nullachter agierten aber auch jetzt kein Stück panisch, sie blieben sich treu, suchten und fanden die Räume mit schnellem Umschalten. Benjamin Siegert hatte rechts den Raum zum Sprint, seine Hereingabe drückte Georg Schrader über die Linie zum 3:1 (76.). Der eingewechselte Gunnar Weber vergab zweifach, aber Möllers zog aus vollem Lauf einfach mal ab und überraschte Keeper Noah Bogun (83.). Auf das 2:4 durch Abdulah El Youbari (88.) antwortete Nils Johannknecht mit dem fünften Treffer (89.). Münster 08: Hunnewinkel – – Celebic, Hart, Grütering, Schulte – Duarte (33. Breloh) Wüpping (54. Möllers) – Siegert, Schwarzer, Schrader (77. Weber) – Johannknecht

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