Fußball: Westfalenliga Borgmann darf nicht mehr für U 23 der Preußen spielen

Münster -

Eigentlich sollte Jannik Borgmann für die U 23 des SC Preußen eine Säule im Kampf um den Oberliga-Aufstieg werden. Doch nun darf der 20-Jährige aufgrund seiner Profi-Einsätze nicht mehr mitwirken. Die Maßnahme, ihn beim 1:2 gegen Schermbeck draußen zu lassen, erwies sich als richtig.

Von Thomas Rellmann
Seine Heimat ist endgültig bei Drittliga-Trainer Marco Antwerpen (l.): Jannik Borgmann, der jetzt Sommerpause hat.
Seine Heimat ist endgültig bei Drittliga-Trainer Marco Antwerpen (l.): Jannik Borgmann, der jetzt Sommerpause hat. Foto: Jürgen Peperhowe

Für reichlich Trubel sorgte am Sonntag die Nichtnominierung von Preußen-Talent Jannik Borgmann für den Kader der U 23. Der Verteidiger, der für die neue Saison einen Profivertrag unterschrieben hat, war tatsächlich nicht spielberechtigt in Liga sechs.

Vorstandsmitglied Bernhard Niewöhner, Vereins­experte für solche Dinge, erhielt vormittags einen telefonischen Hinweis, dass der 20-jährige Leistungsträger der zweiten Mannschaft, der am Samstag aus freien Stücken auf die Auswärtsfahrt mit dem Drittliga-Team nach Großaspach verzichtet hatte, um seinen bisherigen Kollegen in der wichtigen Begegnung gegen den SV Schermbeck zu helfen, nicht auflaufen darf. Hintergrund war sein Einsatz für die Profis beim Chemnitzer FC am 29. April. Dadurch hatte er sich dort „festgespielt“.

Niewöhner erklärt: „Früher ist dieser Fall immer erst dann eingetreten, wenn ein Akteur zwei Mal binnen vier Wochen oben auf dem Platz stand. Davon waren wir wieder ausgegangen.“ Der neue Paragraf 11 sieht nun allerdings vor, dass in der Woche vor dem 1. Mai eine Flut an Abstellungen an zweite Mannschaften verhindert werden soll. „Wir haben dann aus Vorsichtsgründen reagiert und lagen damit richtig“, so Niewöhner.

Tobias Warschewski, der ebenfalls in der Westfalenliga zum Einsatz kam, hat in der 3. Liga letztmals am 31. März gespielt. Für ihn gilt diese Regel nicht. Trotz der 0:2-Niederlage am Sonntag und dem Abrutschen auf Rang drei hat Niewöhner noch Hoffnung auf den Oberliga-Aufstieg via Relegation: „Die gute Ausgangsbasis ist zwar weg, aber gerade die erste Halbzeit war nicht schlecht. Wir können das noch schaffen.“

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