Fußball: Westfalenliga Preußen II entscheidet Duell gegen den SV Rödinghausen II für sich

Münster -

Trainer Sören Weinfurtner hat die Grippe flachgelegt. Preußens Reserve-Coach wurde vertreten durch Assistent Kieran Schulze-Marmeling. Und das mehr als erfolgreich – Münster gewann das Duell der Zweitvertretungen gegen den SV Rödinghausen mit 3:1.

Von Thomas Austermann
Große Freude über den Rückkehrer: Fast ein Jahr hatte Benjamin Schwarz, hier im Duell mit Rödinghausens Bennett Heine (l.) kein Fußball gespielt. In der U 23 feierte der Profi sein Comeback.
Große Freude über den Rückkehrer: Fast ein Jahr hatte Benjamin Schwarz, hier im Duell mit Rödinghausens Bennett Heine (l.) kein Fußball gespielt. In der U 23 feierte der Profi sein Comeback. Foto: Peter Leßmann

Das sehenswerte Duell der beiden zweiten Mannschaften in dieser Westfalenliga entschied die Elf des SC Preußen Münster für sich, die beim 3:1 (2:1) gegen den SV Rödinghausen II auch als verteidigende Auswahl überzeugte und dem grippekrank fehlenden Trainer beste Genesungswünsche schickte.

Für Sören Weinfurtner coachte Assistent Kieran Schulze-Marmeling, der die Partie genoss und großen Spaß daran hatte, „immer neue Aufgabenstellungen lösen zu müssen“. Ihm und seiner Truppe gelang das auf hohem Niveau, zu dem auch ein Drittliga-Profi beitrug. Der 31 Jahre alte Benjamin Schwarz feierte elf Monate nach seinem letzten Einsatz – am 15. April 2017 gegen Fortuna Köln – als Linksverteidiger und später als Sechser ein Comeback auf kleinerer Flamme. Und war froh, aktiv spüren zu können, „wie es so funktioniert“ nach den ausgesprochen langwierigen Knieproblemen.

Eine gehörig umgepolte Preußen-Elf steckte das 0:1 (4.) weg, das irregulär war. Bevor SVR-Stürmer Jonas Burke traf, stocherte ein Kollege Preußen-Tormann Stephan Tantow, der die Hand auf dem Ball hatte, das Runde weg. Zur Dominanz im gefälligen Miteinander fanden die Münsteraner, die sich nur gegen die schnellen Konter der präsenten Gäste wehren mussten. Münster kam aber nur zu wenigen Abschlüssen. Fabian Kerellaj zwang Torwart Marvin Bobka zur Fußabwehr. Oft fehlte allein der letzte Tick im letzten Drittel, aber Mehmet Karas Blick für den gut postierten Samy Benmbarek verschaffte dem Kapitän freie Bahn für den satten 17-Meter-Schuss zum 1:1 (41.). Und Kerellajs feine Hereingabe von links nutzte Verteidiger Jannik Borgmann per Kopf zum 2:1 (45.).

Rödinghausen kam mit gehöriger Power zurück. Die mit wenigen Kontakten und hohem Tempo agierende Gastmannschaft drückte den SCP, der das erwartet hatte, hinten rein. Angeführt von den überragenden Zweikämpfern Nils Burchardt und Dominik Voß stellten sich die Gastgeber leidenschaftlich und gegenseitig helfend der Aufgabe. In der Mitte klaffte bisweilen ein Loch, aber der Eifer der Kette kaschierte das Manko.

Mit Marius Mause kam ein dritter Innenverteidiger dazu. Der Riegel stand, ein paar lange Bälle sorgten für Entlastung. Schwarz hätte mit etwas Glück treffen können (67.). Große Szenen bekam der Gast nicht mehr. Der eingewechselte Ali Ibraim schoss das 3:1 der Preußen direkt vor Abpfiff. Schulze-Marmeling lobte: „Diesmal waren alle Mentalitäten gefordert. Das war anspruchsvoll und wir brauchten die gute Stimmung, die überall zu spüren war.“ SCP: Tantow – Voß, Burchardt, Borgmann, Schwarz – Benmbarek, Schmitz (62. Mause), Kerellaj (78. Zwick) – Kriwet (88. Ibraim), Steinfeldt, Kara

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