Fußball: Hallenkreismeisterschaft
Kinderhaus verteidigt den Titel gegen Handorf im Neunmeterschießen

münster -

Die Hallenkreismeisterschaft steht zweifellos im Schatten der städtischen Titelkämpfe kurz vor dem Jahresende. Der spätere Sieger Westfalia Kinderhaus mit der zweiten Mannschaft und der Finalist TSV Handorf nahmen das Turnier dennoch ernst.

Sonntag, 28.01.2018, 19:44 Uhr aktualisiert: 29.01.2018, 10:06 Uhr
Eine homogene Truppe mit einem Killer aus neun Metern: Amadeus Heinemann (v.) feierte mit Westfalia Kinderhaus den Turniersieg in Nienberge. Foto: Heimspiel / Mario Lacroix

Die Beteiligung der hiesigen Fußballer an der Hallenkreismeisterschaft ließ auch in diesem Jahr zu wünschen übrig. Zwei Mannschaften reizten die 29. Auflage der HKM dennoch bis zum letzten Moment aus. Satte 15 Neunmeter sahen die Zuschauer in Nienberge, ehe Jan Dransmann zum 7:6 für Westfalia Kinderhaus verwandelte und einen Haken hinter die Titelverteidigung machte. Damit war ein starker TSV Handorf geschlagen. Der B-Ligist lieferte ein packendes Endspiel und hatte in Julian Austermann den Mann in seinen Reihen, der nach der regulären Spielzeit zum 3:3 traf. Er war zudem mit den Gievenbeckern Farssan Forodifard und Jannik Purschke bester Turnierschütze (je neun Treffer). Die beste Torhüterleistung wurde nicht ausgezeichnet, wenngleich der überzeugend mitspielende Christoph Dahlmann diesen Titel verdient gehabt hätte. Der Handorfer schoss das 1:0 und bereitete das 2:2 in der regulären Spielzeit des Endspiels durch Laurenz Schürmann mustergültig vor. Der Kinderhauser Amadeus Heinemann parierte vom Punkt jedoch einmal mehr beeindruckend und hielt gleich fünf Mal.

Die Westfalia stellte mit ihrer zweiten Mannschaft (Kreisliga A1) ein überaus homogenes Gefüge. Während andere Teams mit nur sechs Feldspielern antraten, konnte Trainer Stefan Kloer wie Handorfs Coach Nicolas Hendricks viel Qualität von der Bande nachschieben. „Wir wollten weit kommen“, hatte Kloer schon vor dem Turnier angekündigt.

Das hätte wohl auch der SC Sprakel schaffen können, allerdings trat der Sieger der Zwischenrundengruppe B vom Samstag am Sonntag nicht an und feierte lieber Karneval. „Das ist schade für das Turnier, man sollte das aber respektieren“, kommentierte der stellvertretende Kreisvorsitzende Norbert Krevert. „Der ganze Ort ist da auf den Beinen, und in der Mannschaft sind viele Ur-Sprakeler.“ Statt des C-Ligisten kam der IKSV Münster weiter, der in der Endrunde dann auch sang- und klanglos ausschied.

Während der BSV Roxel II oder der SC Gremmendorf am Sonntag parallel zum Hallenkick mit einer anderen Abordnung Testspiele bestritten, ließen sich mit Kinderhaus und Handorf im Prinzip nur die beiden Finalisten voll auf den Wettbewerb ein. Die U 23 des 1. FC Gievenbeck als ranghöchstes Team hatte vor der Zwischenrunde am Samstag ebenfalls ein Testspiel bestritten und wurde am Sonntag Dritter.

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