Handball: Stadtmeisterschaft Münster 08 setzt sich gegen Roxel die Krone auf

Münster -

Der SC Münster 08 ist neuer Stadtmeister. Als Landesligist gehörte das Team ohnehin zum Favoritenkreis. Am Ende setzte es sich gegen den einmal mehr im Finale unterlegenen BSV Roxel mit 14:11 durch. Dritter wurde Eintracht Hiltrup.

Von Alex Piccin
Am Ende spielte Münster 08 seine Qualitäten aus und sicherte sich zum dritten Mal die Handball-Stadtmeisterkrone.
Am Ende spielte Münster 08 seine Qualitäten aus und sicherte sich zum dritten Mal die Handball-Stadtmeisterkrone. Foto: Heimspiel/Alex Piccin

Die Nacht ist zum Feiern da. Allen Grund dazu hatte als neuer Handball-Stadtmeister der SC Münster 08, der sich am Samstag nach dem 14:11 gegen den BSV Roxel zum dritten Mal in zehn Jahren die Krone aufsetzte. Mitreißende Momente, spielerische Dominanz wo sie vonnöten war sowie Fans, die für eine stimmungsvolle Untermalung des Tages sorgten, umrahmten die Titelkämpfe. „Ein Riesenlob an meine Jungs. Sie haben das Maximale aus sich herausgeholt“, unterstrich Nullacht-Coach Björn Hartwig.

Die Schlachtenbummler von Eintracht Hiltrup fuhren zur Hochform auf: Trommel, Fangesang und ganz eigene Motivationschöre peitschten den Bezirksligisten auf Rang drei und später die Nullachter zum Finalsieg. Für Roxel war es die zweite Endspiel-Niederlage in Folge und die sechste seit 2009. Anlässlich des zehnten Geburtstag wurde auch ein Allstar-Team des Turniers gewählt. Dieses soll im kommenden Jahr dann ein Einlagespiel bestreiten.

Im Finale ließ sich der neue Stadtmeister nicht vom 0:1-Rückstand beirren und drückte der Partie trotzdem seinen Stempel auf. Jonas Igelmann im Tor und die Treffsicherheit vorne ließen für den Landesligisten schnell eine komfortable 6:1-Führung zustande kommen, die Roxel nicht mehr aufholen sollte.

Zwei Fragen an Nullacht-Trainer Björn Hartwig

War die Niederlage gegen Roxel aus der Gruppenphase im Finale noch präsent?

Hartwig: Die Jungs wollten zeigen, dass sie ein Aussetzer waren. Wir haben im Laufe des Turniers unsere technischen Fehler minimiert, unseren Rhythmus gefunden und diesen dann auch bis zum Ende durchgezogen.

Was nimmt das Team aus dem Turnier mit?

Hartwig: Die Gewissheit, dass, wenn die Mannschaft will, sie ihre Leistung auch abrufen kann.

In der Gruppe 1 gab es zuvor keine großen Überraschungen. Auch die Spannung hielt sich in Grenzen. Hiltrup und der Gastgeber Westfalia Kinderhaus kamen recht souverän durch die erste Turnierphase. Einen Rechenschieber brauchte man hingegen in der Gruppe 2, das Torverhältnis musste entscheiden. Sparta Münster sicherte sich durch ein emotionales 10:9 gegen Roxel die Option Halbfinale, war aber noch auf Schützenhilfe der HSG Preußen/Borussia angewiesen. Gegen Nullacht setzte es für den Bezirksligisten jedoch eine 4:10-Niederlage. Damit zogen die Männer vom Kanal zusammen mit dem BSV in die Runde der letzten vier ein.

Hier ging es nun richtig zur Sache: Hiltrup legte gegen Münster 08 los wie die Feuerwehr, und hinten parierte Ruben Wiskow stark. Dann kam aber ein Bruch ins Eintracht-Spiel, Nullacht drückte aufs Gas. Ein Timeout vier Sekunden vor der Halbzeit brachte die Wende – 6:5 durch Jan Limke. Der zweite Durchgang glich einem Monolog des Landesligisten. Am Ende hieß es 14:6. „Die Tore kurz vor und kurz nach der Pause sowie die Unterzahl danach haben uns das Genick gebrochen“, analysierte Hiltrups Coach Marcel Graefer.

Im anderen Halbfinale ging es in Sachen Torjubel zunächst gemäßigter zu. So rettete Roxels Keeper Achim Winkler zunächst das 2:2 in die Pause. Sekunden vor Schluss sicherte er mit einer weiteren seiner zahlreichen Rettungsaktionen das 7:6. Zähneknirschend nahm Westfalia-Rechtsaußen Matthias Leenings das Ausscheiden zur Kenntnis: „Wir haben uns mehr vorgenommen, uns aber in zwei Partien selbst geschlagen.“

Auch aus dem Podiumsrang wurde nichts: Den dritten Platz sicherte sich nämlich Hiltrup im Siebenmeterwerfen mit 4:2 gegen Kinderhaus. Die Eintracht feierte den Abend ausgelassen mit den Nullachtern und den Fans.

Das Allstar-Team

Tor: Lukas Kümper (HSG Gremmendorf/Angelmodde), Rechtsaußen: Philipp Karnebeck (Westfalia Kinderhaus II), Kreis: Jakob Schmidt (SC Münster 08), Linksaußen: Ruben Weltmann (Adler), Rückraum-Rechts: Tim Rickling (Eintracht Hiltrup), Rückraum-Mitte: Jonas Bittern (SC Münster 08), Rückraum-Links: Christian Winkler (BSV Roxel).

http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5405854?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F