Volleyball: Damen-Bundesliga USC fährt mit vollen Akkus nach Erfurt

Münster -

Die Pause tat dem USC Münster gut, doch vor dem Auftritt bei Kellerkind SW Erfurt am Samstagabend sind die Akkus wieder voll. Es geht in die entscheidende Phase im Rennen um eine gute Ausgangslage für die Playoffs.

Von Henner Henning
Bereit für neue Taten: Ivana Vanjak und ihre Teamkolleginnen haben in der Pause zwischen der Hin- und Rückrunde wieder Kraft getankt. Mit vollen Akkus will der USC nun den siebten Saisonsieg einfahren.
Bereit für neue Taten: Ivana Vanjak und ihre Teamkolleginnen haben in der Pause zwischen der Hin- und Rückrunde wieder Kraft getankt. Mit vollen Akkus will der USC nun den siebten Saisonsieg einfahren. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Pause kam dem USC Münster wie gerufen. Nach dem letzten Punktspiel 2017, dem 2:3 eine Woche vor Heiligabend gegen die Ladies in Black Aachen, hatte Trainer Teun Buijs seinen Schützlingen neun Tage Ruhe verordnet. Zeit für Erholung, die dringend nötig war. Der letzte Monat des Jahres samt einer englischen Woche und personellen Rückschlägen hatte Spuren hinterlassen – physisch wie psychisch. „Alle haben auf Reserve gespielt, alle waren müde. Die Pause aber hat uns neue Energie gegeben, Schnelligkeit und Rhythmus sind wieder da“, erklärt Buijs vor dem Rückrunden-Start an diesem Samstag (19 Uhr) bei Schwarz-Weiß Erfurt.

Die Voraussetzungen für einen ähnlich überzeugenden Auftritt wie zu Saisonbeginn, als Münster den Tabellenzehnten in nur 72 Minuten mit 3:0 abgefertigt hatte, sind personell gut. Ines Bathen, Nadja Schaus und Chiara Hoenhorst sind nach ihren gesundheitlichen Problemen wieder auf der Höhe und bereit für neue Aufgaben, einzig Youngster Luisa Keller – sie erhielt eine Woche länger Pause – sowie die Langzeitausfälle Lena Vedder und Ivana Bulajic fehlen im USC-Aufgebot. Dafür steht Liza Kastrup wie erwartet vor ihrer Saison-Premiere. Die USA-Rückkehrerin erhielt passend die Spielgenehmigung und soll auf der Diagonalposition den Vedder-Ausfall kompensieren. Druck aber erlegt Buijs der 18-Jährigen, die am Bundesstützpunkt Münster ihr volleyballerisches Rüstzeug erlernte, nicht auf. „Liza erweitert unsere Optionen, mit ihr haben wir Möglichkeiten. Körperlich und technisch hat sie sehr gute Voraussetzungen, nun muss sie unsere Taktik und Systeme aufnehmen. Aber Liza lernt schnell“, lobt der 57-Jährige die Linkshänderin, die als sechste Spielerin in dieser Serie auf der Diagonalen zum Einsatz kommen wird.

Im Optimalfall endet ihr Debüt mit drei Zählern, die nicht nur für frisches Selbstvertrauen sorgen würden. Auch mit Blick auf die Ausgangslage für die K.o.-Spiele wäre ein weiterer Erfolg wichtig, das Rennen um die Plätze vier und fünf ist längst eröffnet. „In den zehn Partien der Rückrunde wollen wir so viele Punkte wie möglich mitnehmen. Denn es ist ein riesiger Unterschied, ob man als Vierter, Fünfter oder Sechster in die Playoffs geht. Das wird eine große Herausforderung“, erklärt Buijs. „Und daher wollen wir in Erfurt gewinnen, zumal danach sehr schwere Wochen mit den Spielen gegen Dresden und Potsdam sowie in Wiesbaden folgen.“

Die Schwarz-Weißen aus Thüringen analysierte der Coach wie alle anderen Kontrahenten auch akribisch per Video, kleinere Unterschiede zum ersten Duell machte er dabei aus. Allein schon personell, da die Kanadierin Margaret Casault die Serbin Ivana Dinic im Außenangriff abgelöst hat. Die meisten Bälle aber bekommt weiter die ecuadorianische Diagonale Erika Mercado aus dem Zuspiel, das sich zuletzt Mailey Nichol und Michaela Wessely „fast zu 50 Prozent“ (Buijs) teilten. „Dass Mercado meistens die erste Option ist, macht es für uns vielleicht auch etwas einfacher. So können wir uns in der Block-Feld-Abwehr daraufeinstellen“, so Buijs.

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