Fußball: 3. Liga Video-Interview: Cuetos Chance könnte bei den Preußen schnell kommen

Münster -

Ob die Hinrunde mit einem gesunden Lucas Cueto besser gelaufen wäre für die Preußen? Müßig zu sagen, doch auf seiner Position konnte sich bislang kein Kollege in Szene setzen. Nun ist der 21-Jährige fit – und bereit zum Angriff.

Von Thomas Rellmann
Er läuft wieder rund: Lucas Cueto möchte so schnell wie möglich eine Alternative werden.
Er läuft wieder rund: Lucas Cueto möchte so schnell wie möglich eine Alternative werden. Foto: SCP

Die Leidensgeschichte begann schon im vergangenen Juli. Reizungen im Schienbeinbereich traten bei Lucas Cueto auf, er setzte mit dem Training aus. Doch Besserung ließ auf sich warten, wenig später wurde dann eine Knochenhautentzündung diagnostiziert. Absolute Ruhe war die Konsequenz, später folgte eine Reha in Leverkusen. Von Einheiten mit seinen Teamkollegen aber war der Neuzugang des SC Preußen seit dem Sommer immer ein ganzes Stück entfernt.

Die Vorbereitung auf die Rückserie stellt auch für ihn nun einen Neuanfang dar. Zwar arbeitete der 21-Jährige bereits vor Weihnachten gezielt und individuell, doch mit dem Start ins Jahr 2018 ist Cueto wieder voll dabei, absolviert das komplette Programm. „Ich bin fit und kann ganz normal mitmachen“, sagt er. „Es ist schön, dass ich nach so langer Zeitzurückgefunden habe.“ Über fünf Monate musste der linke Offensivspieler, von dem sich die Verantwortlichen nach der Verpflichtung vom FC St. Gallen so viel versprochen hatten, zusehen. „Die Zeit war nicht leicht, aber ich möchte auch gar nicht so viel zurückblicken“, sagt er. „Viel wichtiger ist für mich, dass ich in der Rückrunde aktiv zum mannschaftlichen Erfolg beitragen kann.

Logisch, die ersten Partien kämen wohl noch zu früh für den Dribbler. Eine konkrete Anzahl an Spielen hat er sich ohnehin nicht vorgenommen. Doch geduldig warten, das dürfte auch nicht klappen. „Die eine oder andere Woche brauche ich schon noch. Aber ich fühle mich gut, bin glücklich wieder dabei zu sein und habe auch ausreichend konditionelle Grundlagen.“

Fakt ist, dass die Preußen gerade auf seiner Position eine gewisse Konstante gebrauchen können. Denn den linken Flügel besetzten im bisherigen Saisonverlauf immer wieder verschiedene Profis. Moritz Heinrich, Jeron Al-Hazaimeh, Philipp Hoffmann, Martin Kobylanski, auch Lennart Stoll – eine feste Größe suchte Ex-Coach Benno Möhlmann vergeblich. Cuetos Chance könnte also schnell kommen – immer vorausgesetzt, der neue Trainer Marco Antwerpen ist bereits, das kleine Risiko mit dem Pechvogel der Hinrunde einzugehen.

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