Handball: Stadtmeisterschaft Favoriten bei der Suche nach Westfalias Nachfolger schwer auszumachen

Münster -

Gesucht wird der Nachfolger von Westfalia Kinderhaus. Bei der Herren-Stadtmeisterschaft ist der Gastgeber der Gejagte. Doch Abteilungschef Daniel Vaegs hat auch drei unterklassige Teams auf der Rechnung. Überraschungen nicht ausgeschlossen.

Von Jürgen Beckgerd
2017 jubelte der Gastgeber erneut: Westfalia Kinderhaus gewann das Turnier im Schulzentrum im Finale gegen den BSV Roxel.
2017 jubelte der Gastgeber erneut: Westfalia Kinderhaus gewann das Turnier im Schulzentrum im Finale gegen den BSV Roxel. Foto: Peter Leßmann

Diese Gelegenheit bietet sich nicht allzu oft, genauer gesagt ein Mal im Jahr. Bei den münsterischen Stadtmeisterschaften präsentiert sich die Handball-Szene jedenfalls so kompakt, so dicht gedrängt wie sonst nie. Von der Créme de la Créme zu sprechen, trifft vielleicht nicht ganz den richtigen Ton. Alles, was in der Stadt Rang und Namen hat, ist aber dabei.

Vielleicht sind es die Underdogs, die den Favoriten, die ihren Status der Liga-Zugehörigkeit verdanken, die Schau stehlen? „Ich persönlich sehe Adler Münster und den BSV Roxel als absolute Titelkandidaten neben den beiden Landesligisten Westfalia und Nullacht. Sparta Münster rechne ich als Geheimtipp große Chancen ein“, sagt beispielsweise Daniel Vaegs vom Organisationsteam des SC Westfalia Kinderhaus. „Roxel“, sagt auch Björn Hartwig vom Landesligisten SC Münster 08 ganz spontan, „zählt sicherlich zum Favoritenkreis.“ Während Kinderhaus bei den 2009 wiederbelebten Titelkämpfen schon drei Mal triumphierte, belegte Bezirksligist BSV schon fünf Mal Platz zwei.

Wie die Westfalia – im vergangenen Jahr 20:13-Finalsieger gegen Roxel – gehört auch der SC Münster 08 qua seiner Landesliga-Zugehörigkeit zum Kreis derjenigen, die am Ende oben stehen könnten. Doch alle Theorie ist grau, und die Personalknappheit der Hausherren wirft ihre Schatten. „Nur acht Feldspieler“, zählt Trainer Sebastian Dreiszis. Das könnte knapp werden mit dem Favoritensieg.

Auf den kommt es laut Hartwig aber auch nicht unbedingt an. „Spaß haben“, stehe an erster Stelle. „Wir gehen das mal an“, sagt der Nullacht-Trainer zurückhaltend. „Man kennt sich, man trifft sich“, beschreibt Hartwig die ganz besondere Atmosphäre der Titelkämpfe. Auch Dreiszis pflichtet seinem Kollegen bei: „Der Handball in Münster präsentiert sich nirgends so gut und kompakt wie bei den Stadtmeisterschaften.“

Beim Turnier im Schulzentrum treffen neun Mannschaften aus Münster von der Kreisliga bis zur Landesliga aufeinander. Den Startschuss geben Westfalias Zweite und Eintracht Hiltrup um 12 Uhr, die Halbfinals werden ab 17.30 Uhr ausgespielt. Wie im Vorjahr bestens getestet, werden auch diesmal die besten Spieler auf ihren Positionen geehrt.► Den exakten Spielplan gibt es im Netz:

 

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