Volleyball: Bundesliga Zurück am Berg Fidel: Axel Büring soll beim USC in den Vorstand rücken

Münster -

Lange Zeit war Axel Büring der Chefcoach des USC Münster, ehe sich 2015 die Wege des Trainers und des Volleyball-Bundesligisten trennten. Nun kommt es zu einer Neuauflage der Zusammenarbeit: Büring übernimmt die Aufgaben der scheidenden Vizepräsidentin Sport, Prof. Karen Zentgraf.

Von Henner Henning
Comeback in neuer Funktion: Axel Büring war 20 Jahre lang Chefcoach beim USC Münster, nun übernimmt er die sportliche Leitung. Zunächst noch als Beisitzer, nach der Mitgliederversammlung dann womöglich als Vizepräsident Sport.
Comeback in neuer Funktion: Axel Büring war 20 Jahre lang Chefcoach beim USC Münster, nun übernimmt er die sportliche Leitung. Zunächst noch als Beisitzer, nach der Mitgliederversammlung dann womöglich als Vizepräsident Sport. Foto: Jürgen Peperhowe

Im Sommer 2015 endete am Berg Fidel eine Epoche. Nach 20 Jahren als Chefcoach schied Axel Büring aus, der Vorstand des USC Münster hatte damals entschieden, den auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Die Wege des Amelsbüreners und des Volleyball-Bundesligisten trennten sich – und kommen nun wieder zusammen. Ab sofort übernimmt Büring die sportlichen Geschicke beim USC und soll dann auf der nächsten Mitgliederversammlung vom geschäftsführenden Vorstand als Vizepräsident Sport vorgeschlagen werden. Zunächst soll er als Beisitzer fungieren, der Vorstand hat ihn für diese Position am Mittwoch nominiert.

Zentgraf hat den Weg frei gemacht

Das Comeback von Büring, wenn auch in anderer Funktion und im Ehrenamt, ist eng verknüpft mit dem Abschied von Prof. Karen Zentgraf, die erst im vergangenen September den Posten im USC-Führungsgremium übernommen hatte und sich bis heute um die sportlichen Belange kümmert. So war Zentgraf federführend in die Findung des neuen Coaches Teun Buijs involviert und führte in der Vergangenheit die Gespräche mit den Spielerinnen. Doch nun verändert sich die renommierte Sportwissenschaftlerin beruflich, wechselt von der Uni Münster an die Uni Frankfurt/Main – und machte damit den Weg für Bürings Rückkehr zu den Unabhängigen frei.

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"Immer mit dem Verein verbunden"

„Der Vorstand hat mich gefragt, ob meine Bereitschaft da wäre, dem USC zu helfen. Und da ich immer mit dem Verein verbunden war, habe ich die Frage bejaht“, sagt Büring, der am Dienstag in die konkreten Gespräche mit den Offiziellen eingestiegen ist. Denn klar ist auch, dass sich der 49-Jährige als Selbstständiger nicht ausschließlich dem Club widmen kann, sondern seine weiteren Tätigkeiten als Coach des Beachvolleyball-Duos David und Bennet Poniewaz sowie wahrscheinlich auch weiter als Trainer des Herren-Drittligisten TSC Münster-Gievenbeck ausüben wird. „Dies steht aber nicht in Konkurrenz zum USC, auch wenn ich nicht rund um die Uhr verfügbar bin“, so Büring.

Gespräche mit Zentgraf und Buijs

Als erste Amtshandlung wird er den Kontakt zu Zentgraf und Buijs aufnehmen und sich von ihnen auf den aktuellen Stand der personellen Planung bringen lassen. „Die Zusammenstellung des Kaders brennt auf den Nägeln. Die beiden sind im Thema, ich werde mich da jetzt einarbeiten“, sagt Büring, der sich in der Szene bestens auskennt und der auch in seiner zweijährigen Bundesliga-Abstinenz das Volleyball-Oberhaus nie aus den Augen verloren hat.

Freude über die Rückkehr beim USC

Natürlich war dieser Umstand eine der Triebfedern, warum der Verein auf seinen ehemaligen Erfolgstrainer zurückkam und ihn für eine erneute Zusammenarbeit auswählte. „Axel ist für uns eine sehr gute Lösung, die dem Club sicher gut tun wird. Er wird die von Karen Zentgraf angestoßene Entwicklung fortführen mit seinem Insiderwissen und seiner Liebe zum Verein“, sagt USC-Präsident Jörg Adler, der 2015 die Trennung von Büring mitgetragen hatte – und nun glücklich über die Rückkehr ist. „Die Tür war nie zu. Die Geschichte ist damals nicht spurlos an mir vorübergegangen. Daher ist es für mich sehr wohltuend, dass wir nun wieder zusammenkommen.“

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