Fußball: 3. Liga Preußen und Möhlmann wollen gemeinsam vorne angreifen

Münster -

Das erfolgreiche Abschneiden der vergangenen Wochen deutete schon lange an, was nun bestätigt ist: Benno Möhlmann trainiert auch in der kommenden Saison die Preußen. Für die Zukunft sieht er das Team allerdings in oberen Tabellenregionen.

Von Ansgar Griebel
Unter dem Dach der Preußen-Tribüne fühlt sich Benno Möhlmann offenbar immer wohler. Der Trainer hat seinen Vertrag beim Drittligisten erwartungsgemäß um ein Jahr verlängert.
Unter dem Dach der Preußen-Tribüne fühlt sich Benno Möhlmann offenbar immer wohler. Der Trainer hat seinen Vertrag beim Drittligisten erwartungsgemäß um ein Jahr verlängert. Foto: Jürgen Peperhowe

Beim SC Preußen Münster hat man den Rechenschieber in einer inoffiziellen kleinen Abschiedsfeier formlos verabschiedet und sicher in den Katakomben des Stadions verstaut. Theoretisch ließe sich hier mit etwas Geschick vier Tage vor dem Saisonabschluss zwar noch ein Rest von Abstiegsgefahr ableiten, praktisch beginnt ab sofort die Vorbereitung auf die nächste Spielzeit in Liga drei.

Als offiziellen Startschuss und wegbereitende Personalie für die Zukunftsplanung hatte Sportdirektor Malte Metzelder in den vergangenen Wochen die Klärung der Trainerfrage ausgerufen. Seit diesem Donnerstag ist diese Klippe genommen. Der neue Mann ist erwartungsgemäß der alte, und mit Benno Möhlmann an der Spitze kann der SC Preußen jetzt mit der Formation einer schlagkräftigen Truppe beginnen, die ab August eine bessere und aktivere Rolle in der Liga spielen soll als ihr lange Zeit mäßig erfolgreiches Vorgängermodell, das eben erst unter Möhlmann zu einer stabilen Leistung gefunden hat.

Nach elf Spieltagen hatte der Ligarat beschlossen, den SCP mit der Roten Laterne auszustatten – romantisch, aber nicht gerade zielführend für die Truppe, die mit großen Ambitionen in die Saison gestartet war. Im Oktober brannte bei Schlusslicht Münster der Baum, und Möhlmann wurde als versierter Feuerwehrmann verpflichtet. 23 Spiele und 37 Punkte später ist das Feuer gelöscht und die Gefahr im Prinzip gebannt. Am Mittwoch verlängerte der erfolgreiche Trainer seinen Vertrag bei den Adlerträgern um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2018, am Donnerstag wurden Mannschaft und die Öffentlichkeit informiert.

„Ich bin im vergangenen Herbst nach Münster gekommen, weil ich einerseits eine enge Verbundenheit mit dem Verein verspürte und immer noch verspüre, und andererseits von der Aufbruchstimmung, die hier herrschte, begeistert war“, sagt der alte und neue Trainer. „Ich sehe nach wie vor für uns die Chance, in der nächsten Zeit wieder erfolgreicher zu sein. Wir müssen sportlich vorangehen, um auch andere Veränderungen im Verein zu unterstützen – und ich glaube, dass wir mit dem vorhandenen Kader und einigen sinnvollen Verstärkungen in der nächsten Saison einen großen Schritt machen können“, beschreibt der 62-Jährige seine Ziele und Erwartungen.

Für Metzelder war Möhlmann von Anfang an der erste Ansprechpartner. „Wir standen schon sehr lange im Dialog, und es zeichnete sich schnell ab, dass beide Seiten das Gefühl haben, das Team in der neuen Saison weiterentwickeln zu können. Diesen Weg möchten wir weiter gemeinsam beschreiten.“

Drei Fragen an Sportdirekor Malte Metzelder

Her Metzelder, die Personalmitteilungen häufen sich. Am Montag Lennart Stoll, am Donnerstag Benno Möhlmann. Geht es jetzt in diesem Tempo weiter?

Metzelder: Benno und ich sprechen ja nicht erst seit gestern miteinander. Es wird natürlich weitergehen. Vieles ist im Hintergrund bereits vorbereitet. Wichtig ist aber, dass jetzt mit der wichtigen Trainerposition der Grundstein gelegt ist.

Der Vertrag läuft nur über ein Jahr. Was ist der Grund?

Metzelder: Ja – und das ist von beiden Seiten so gewollt. Wir wollen den Weg gemeinsam weitergehen und sind uns aber auch einig, uns erst mal auf ein Jahr festzulegen.

Stoll und Möhlmann sind die ersten Preußen-Mitarbeiter, deren Verträge ihre Unterschrift tragen. Wann gibt es die ersten echten „Neuen“ der Ära Metzelder?

Metzelder: (lacht) Auch die werden kommen. Darauf können Sie sich schon verlassen. Wir sind da auf gutem Wege, wir sagen Bescheid ...

Unter Möhlmann, der an der Hammer Straße selbst zum Fußballprofi reifte, wurde das Preußenstadion zur Festung umgebaut – und mit dem einen oder anderen Auswärtspunkt dekoriert. Ausreichend Erfolgserlebnisse für einen entspannten Saisonendspurt und einen unverstellten Blick auf die sportliche Zukunft.

►►In der kommenden Woche soll eine Entscheidung erfolgen, ob Assistenzcoach Sreto Ristic und Torwarttrainer Carsten Nulle ebenfalls an Bord bleiben. 

http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4793663?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F