Stadtsportbund: Mitgliederversammlung Stetig wachsend und finanziell gut aufgestellt

Münster -

Der Stadtsportbund Münster präsentierte bei seiner Jahreshauptversammlung wie so häufig freundliche Zahlen und Werte. Die etwas erhöhten Kosten konnten Rücklagen wieder ausgleichen. Die Bosse zeigten sich äußerst zufrieden.

Von Jürgen Beckgerd
Von der Mitgliederversammlung einstimmig entlastet:  der SSB-Vorstand mit (v.l.) Geschäftsführer Dietmar Wiese, Claudia Aßkamp, Roland Wischermann, Sabine Thöne, Michael Schmitz und Jochen Temme (Vorsitzender).
Von der Mitgliederversammlung einstimmig entlastet:  der SSB-Vorstand mit (v.l.) Geschäftsführer Dietmar Wiese, Claudia Aßkamp, Roland Wischermann, Sabine Thöne, Michael Schmitz und Jochen Temme (Vorsitzender). Foto: be

Solide, solvent, innovativ und wachsend: Wenn man dem Stadtsportbund (SSB) in Münster Gutes will, können diese Attribute gut und gerne – und zwar rückblickend wie vorausschauend – in den Mittelpunkt der Betrachtung gestellt werden. Einschränkung: Zwischen Ein- und Ausgaben klafft ein Loch in Höhe von 36 370,31 Euro für das abgelaufene Geschäftsjahr. Diese Unterdeckung, darauf machte „Finanzminister“ Michael Schmitz bei der Mitgliederversammlung am Montagabend deutlich, sei jedoch durch einen Griff in die durchaus stattlich vorhandenen Rücklagen korrigiert worden. Schmitz machte klar, dass die Höhe dieser (zurzeit rund 180 000 Euro) keinesfalls unter 150 000 Euro fallen solle. Gleichwohl: Der Haushaltsplan für das laufende Geschäftsjahr sieht einen Griff in die Rücklagen in Höhe von 11 590 Euro vor. Marginal (mit zehn Cent pro Mitglied) werden die angeschlossenen Sportvereine „angezapft“, indem ihnen die Erstattung der Beiträge an den LSB um genau diesen Betrag „vorenthalten“ wird. Höhere Personalkosten in der Geschäftsstelle, gestiegene Mietzahlungen an die Halle Münsterland für Ball (27. Januar 2018) und Show des Sports (10. November 2017) zusätzliche Kosten für das Integrationsprogramm sind beispielhaft für die höheren Ausgaben. Der Haushaltsplan 2017 sieht Einnahmen in Höhe von 644 596 Euro und Ausgaben in Höhe von 675 689 Euro vor.

Übrigens: Geld, das der SSB für sinnstiftende Projekte ausgibt. Darüber gaben die Fachkräfte Auskunft, nachdem SSB-Vorsitzender Jochen Temme und Geschäftsführer Dietmar Wiese die Versammlung mit dem Hinweis eröffnet hatten, dass der Stadtsportbund nominal kontinuierlich wachse: Von 77 067 Mitgliedern zur Jahrtausendwende bis auf zurzeit 91 738. Der Organisationsgrad sank leicht: 29,59 Prozent (rund 40 Prozent davon sind Frauen) der Münsteraner sind im Stadtsportbund organisiert. „Diese hohe Zahl liegt an den Sportvereinen und ihren vielfältigen Angeboten“, sagte Temme anerkennend.

Gabi Völker-Honscheid („Bewegt älter werden“ und „Bewegt gesund bleiben“), Tanja Stücke-Zumdick („Integration durch Sport“), Thomas Lammers („NRW bewegt seine Kinder“) und Claudia Aßkamp als die Gleichstellungsbeauftragte des SSB („Frauen in Führung – Netzwerk für Frauen im Sport“) stellten Projekte vor, die in Kooperation mit den Vereinen schon gelingen oder angeschoben werden. „Wir kooperieren fleißig vor uns hin“, kommentierte Thomas Lammers süffisant.

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