Volleyball: Bundesliga Für den USC und Stuttgart beginnt alles wieder bei Null

Münster -

Über den Umweg Pre-Playoffs hat sich Volleyball-Bundesligist USC Münster mit zwei Siegen gegen den VfB Suhl für das Viertelfinale qualifiziert. Die erste von drei Partien steigt am Sonntag (15 Uhr) im Schwabenland – und dann werden die Karten neu gemischt.

Von Henner Henning
Gegen die vermeintliche Stuttgarter Übermacht will sich Hanna Orthmann, die sich hier mit Nia Grant (l.) und Valerie Nichol auseinandersetzt, mit dem USC im Playoff-Viertelfinale stemmen.
Gegen die vermeintliche Stuttgarter Übermacht will sich Hanna Orthmann, die sich hier mit Nia Grant (l.) und Valerie Nichol auseinandersetzt, mit dem USC im Playoff-Viertelfinale stemmen. Foto: Jürgen Peperhowe

„Was einmal war, ist vorbei und vergessen und zählt nicht mehr“, sang Schlagerbarde Jürgen Marcus einst in seinem Klassiker „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“. Diese Zeile aus dem Refrain passt nicht nur zu den Höhen und Tiefen im Leben, auch für Playoff-Spiele hat sie ihre ganz eigene Bedeutung. So auch vor dem Viertelfinal-Duell des USC Münster und Allianz MTV Stuttgart, das am Sonntag (15 Uhr) mit der ersten von drei möglichen Partien in der Scharrena beginnt.

Die beiden 0:3-Niederlagen in der Hauptrunde – zählen nicht mehr. Die schlechten Erinnerungen an zwei schmerzhafte Halbfinal-Niederlagen im DVV-Pokal in den beiden Vorjahren – vorbei und vergessen. Es beginnt mit den Ausscheidungsspielen eine neue Zeitrechnung, in der die Vergangenheit allenfalls eine untergeordnete Rolle spielt. Klar lässt sich anhand der vergangenen Ergebnisse eine Tendenz abzeichnen. Stuttgart ist als Zweiter der Hauptrunde und als amtierender Pokalsieger der große Favorit und ein Meisterschaftskandidat, Münster als Tabellensiebter nimmt die Außenseiterrolle ein. Und in der fühlt sich der USC wohl. „Wir werden nicht klein beigeben und werden alles raushauen. Ich sehe bei uns mehr Steigerungspotenzial als bei Stuttgart“, sagt Münsters Coach Andreas Vollmer auch mit Blick auf das letzte Treffen Ende Februar.

Kleine Umorientierungsphase

Damals unterlagen die Unabhängigen zwar in drei Durchgängen, waren aber zumindest in den Abschnitten eins und zwei über weite Strecken ebenbürtig – ehe zwei negative Serien einen möglichen Satzgewinn verhinderten. Dazu befand sich der USC zu der Zeit in einer kleinen Umorientierungsphase, war es doch die erste Partie ohne die verletzte Top-Scorerin und Diagonalangreiferin Erica Wilson (Fingerbruch). „Seitdem haben wir uns aber in unserem neuen Setup entwickelt und haben unser Spiel breiter angelegt“, erklärt Vollmer. So ist sein Team durch die Mitte mit der formstarken Jennifer Keddy und Juliane Langgemach effektiver, auch von den Außen geht mehr Gefahr aus. „Wir mussten uns neu aufstellen und die Punkte mehr verteilen. Sonst hätten wir keine Chancen mehr“, meint der 50 Jahre alte Coach.

Am Samstag nach der Abschlusseinheit mit einer „Stuttgart-Imitation“ (Vollmer) reist der USC ins Schwabenland, am Sonntag erfolgt die Aktivierung anstatt in der Halle – Münster hätte in der Scharrena von 8 bis 9 Uhr trainieren können – im Killespark am Hotel. Es ist die letzte Einstimmung auf das Playoff-Viertelfinale, ab spätestens 15 Uhr gilt dann wieder: „Was einmal war, ist vorbei und vergessen und zählt nicht mehr.“

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