Basketball: WBV-Pokal WWU Baskets wollen gegen Giants Düsseldorf das Finale buchen

Münster -

Die Meisterschaft in der Regionalliga ist nur noch mit Schützenhilfe ein Thema für die WWU Baskets Münster. Doch im WBV-Pokal haben sie alles noch in den eigenen Händen. Am Freitagabend kommen die ART Giants Düsseldorf zum Halbfinale in die Uni-Halle.

Von Ansgar Griebel
Anselm Hartmann, Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Baskets, fällt für das Saisonfinale aus.
Anselm Hartmann, Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Baskets, fällt für das Saisonfinale aus. Foto: Wilfried Hiegemann

Die WWU Baskets Münster haben in den vergangenen Spielzeiten aufs Filigranste interdisziplinäre Qualitäten unter Beweis gestellt – und ihren Paradesport auf geradezu tragische Art mit dem Karate verschmolzen. In schöner Regelmäßigkeit standen Münsters Vorzeige-Korbjäger trotz beeindruckender Vorstellungen im Saisonfinale mit leeren Händen da – oder, wie es der Japaner übersetzen würde: mit Karate. Für Trainer Philipp Kappenstein ist dies nachvollziehbarerweise kein akzeptabler Zustand und eine zusätzliche Motivation, die aktuelle Spielzeit nicht schon wieder als Sieger der Herzen und ohne greifbares Zeichen der Anerkennung abzuschließen.

In der Liga scheinen die Baskets Schwelm das Rennen zu machen, doch im Pokal sollte jetzt der Knoten durchschlagen werden. An diesem Freitag (20.15 Uhr, Uni-Halle) empfangen die WWU Baskets Liga-Konkurrent ART Giants Düsseldorf im Halbfinale des WBV-Wettbewerbs. Dem Sieger winkt im Nachklapp zur Punktspielrunde als Zugabe Anfang April in Hin- und Rückspiel das Finale gegen die Hertener Löwen. Eine durchaus attraktive Vorstellung, wie Kappenstein betont, nachdem in der laufenden Spielzeit aus gegebenem Anlass die Prioritäten verschoben werden mussten. „Im Pokal können wir auch unseren treuen Fans einen tollen Abschluss mit einem Finale in eigener Halle bieten“, so Kappenstein. Einen Vorgeschmack darauf gibt es also schon am Freitag am Horstmarer Landweg. Im Saisonvergleich weisen beide Teams eine ausgeglichene Bilanz auf, mit Vorteilen jeweils für das Heimteam. In Düsseldorf siegten die Giants mit 95:80, das Rückspiel in Münster ging mit 86:69 an die Baskets. In dieser Partie vor 14 Tagen allerdings schickte Kappenstein noch seine beste Formation aufs Feld – davon ist er aktuell weit entfernt: Spielmacher Anselm Hartmann musste mit einem Abszess an den Mandeln am Montag operiert werden und fällt ebenso langfristig aus wie sein Vertreter im Spielaufbau, Stephan Kreutzer (Nasenbeinbruch), und Center Attila Göknil. Immerhin gibt es Hoffnungen auf das Comeback von Center Kai Hänig. Dennoch: Die Voraussetzungen könnten besser sein. Mit Unterstützung von Guido Narendorf und Nico Funk aus der Reserve soll zumindest Mannschaftsstärke gewährleistet werden. „Und dann müssen wir das Beste draus machen“, sagt Kappenstein – die leeren Hände wollen zupacken.

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