Volleyball: 1. Damen-Bundesliga USC-Gegner Stuttgart tanzt nur noch auf einer Hochzeit

Münster -

Die jüngsten Vergleiche mit dem Allianz MTV Stuttgart endeten für den USC Münster unschön. Doch in der vergangenen Saison gelang es den Unabhängigen auch mehrfach, die Schwaben zu ärgern. Die Gastgeber sind vor dem DM-Viertelfinale am Samstag aus dem Europapokal ausgeschieden.

Von Henner Henning
Ein Wiedersehen gibt es für Leonie Schwertmann auf dem Feld mit Stuttgarts Michaela Mlejnkova (M.). Kim Renkema (l.) hat dagegen ihre Karriere beendet.
Ein Wiedersehen gibt es für Leonie Schwertmann auf dem Feld mit Stuttgarts Michaela Mlejnkova (M.). Kim Renkema (l.) hat dagegen ihre Karriere beendet. Foto: Jürgen Peperhowe

Jetzt tanzt der Allianz MTV Stuttgart nur noch auf einer Hochzeit – auf der allerdings will der Tabellenzweite der Bundes­liga-Hauptrunde wie schon beim Triumph im DVV- Pokal den letzten Tanz für sich reklamieren und sich den Titel sichern. Die erste Hürde auf dem Weg zur Meisterschaft ist der USC Münster im Playoff-Viertel­finale, das an diesem Sonntag (15 Uhr) mit Spiel eins in der Scharrena beginnt.

Die volle Konzentration gilt seit Mittwochabend der Bundesliga. Die Schwaben schieden im Viertelfinale des europäischen CEV-Pokals aus, der italienische Vertreter und Champions-League-Sieger von 2016, VBC Pomi Casalmaggiore, war nach dem 3:2 im Hinspiel in Stuttgart nun auch in eigener Halle beim 3:0 (25:22, 25:14, 26:24) zu stark. Wobei sich das Team von Allianz-Coach Guillermo Hernández aber mehr als teuer verkaufte.

Nun also läuft die Vorbereitung auf den USC, mit dem Stuttgart in den ver­gangenen Spielzeiten durchaus seine Probleme hatte. Zwar gelangen in dieser Saison zwei 3:0-Erfolge, der letzte vor drei Wochen. Doch am 2. Dezember 2015 ärgerte Münster den Favoriten im Pokal-Halbfinale mit einem couragierten Auftritt im Schwabenland und bezwang den MTV dann vier Tage später am Berg Fidel mit 3:1. Und auch in der Spielzeit 2014/15 glückte dem USC ein Sieg, im Playoff-Viertel­finale gewannen die Unabhängigen in der Best-of-three-Serie ihr Heimspiel mit 3:1. Die entscheidende Partie aber ging dann an Stuttgart, das auch diesmal der große Favorit ist.

Und zwar auch ohne Kim Renkema, die ihre Laufbahn vor dem Rückspiel in Casalmaggiore wegen einer Bandscheibenvorwölbung überraschend beendete. „Die Ärzte haben mir gesagt, dass es nicht realistisch ist, noch einmal in kurzer Zeit schmerzfrei zu werden. Stattdessen drohte die Gefahr, meinen Körper kaputt zu machen und mit chronischen Schmerzen aus der Karriere zu gehen“, sagte die 29-jährige Niederländerin der „Stuttgarter Zeitung“. Doch Renkema bleibt dem Club weiter erhalten. Sie übernimmt in den nächsten beiden Jahren den Posten der Sportchefin.

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