Fußball: Kreisliga A Torjäger Sander und Altefrohne machen Gelmer und Kinderhaus viel Freude

Münster -

Aller guten Dinge sind drei. Daran erinnerten sich am vergangen Sonntag wohl Isse Sander (GW Gelmer) und Pascal Altefrohne (Westfalia Kinderhaus II) sowie Cedric Eisfeld (TuS Altenberge II). Die Angreifer aus dem Kreisliga-Oberhaus schnürten jeweils einen Dreierpack.

Von Uwe Niemeyer
Isse Sander (l.) ist im zweiten Frühling: Mit drei Treffern schraubte der 30-Jährige seine Bilanz bei GW Gelmer nun ­bereits auf neun Tore.
Isse Sander (l.) ist im zweiten Frühling: Mit drei Treffern schraubte der 30-Jährige seine Bilanz bei GW Gelmer nun ­bereits auf neun Tore. Foto: fotoideen.com

Tore sind ihr Hobby. Und dem gingen die beiden münsterischen Angreifer Pascal Altefrohne (Westfalia Kinderhaus II) und Issé Sander (GW Gelmer) sowie zudem Cedric Eisfeldt (TuS Altenberge II) am Sonntag leidenschaftlich nach. Die drei Offensivkräfte schnürten in der Kreisliga A jeweils einen Dreierpack und sorgten dafür, dass ihre Teams nicht leer ausgingen, vielmehr dreifach punkteten. Altefrohne traf beim über­raschenden 4:1-Auswärtssieg der Westfalia-Zweiten bei Borussia Münster, Sander beim knappen 4:3 gegen den SC Hoetmar. Eisfeldt trug sich zudem dreifach beim 5:0 der TuS-Reserve gegen den SC Nienberge in die Torschützenliste ein. Das getreu dem Motto: Es gibt nicht jung oder alt, sondern nur gut oder schlecht. Denn während das Trio einheitlich den eigenen Torhunger stillte, ist das Alter nicht gerade eine ­Gemeinsamkeit.

Kein Hindernis für Sander. Zu Saisonbeginn vom SV Drensteinfurt gekommen, will es der 30-Jährige jetzt noch einmal wissen. ­Immerhin traf er bereits neun Mal. Beim Bezirksligisten SVD hatte er, der in der Vorsaison nur noch drei Partien über die volle Distanz absolvierte, nur fünf Treffer markiert. Noch eine Saison zuvor sorgten 15 Tore für Platz eins in der internen Wertung des Bezirksligisten aus dem Kreis Warendorf. Die hat Sander, der seine Spielweise gerne als „geschmeidig“ einordnet, auch in Gelmer übernommen. Die Grün-Weißen sind nach Drensteinfurt, SC Sprakel, Westfalia Kinderhaus, 1. FC Gievenbeck, TuS Haltern und dem VfB Wetter aus Hessen die sechste Station als Senior.

Eine, auf der er noch einmal aufblüht. Bei aller Gelassenheit. „Eigentlich habe ich ja zehn Tore. Aber das ist okay. Ich bin da nicht mehr so hinterher. Ab und zu treffe ich ja noch die Bude“, sagt der Goalgetter mit der breiten Stirn. In Gelmer fühlt sich der Sportstudent gut auf­gehoben. Auch aufgrund des Kontakts zum Coach. „Ich brauche die Trainer-Nähe“, gesteht er. Dass er quasi Haus an Haus mit Mohammed Sroub wohnt, passt ins Bild. „Er lässt mich mein Spiel spielen, gibt mir Freiheit. Er ist einer der Gründe, warum ich in Gelmer bin.“

Den Wechsel in das Kreisliga-Oberhaus hat er nicht bereut. Auch wenn der zunächst unter keinem guten Stern stand. Die ersten 360 Minuten ging er leer aus, dann legte ihn ein Muskelfasserriss lahm. „Danach bin ich angekommen“, sagt Sander längst zufrieden.

Vereinswechsel sind nicht das Ding von Altefrohne. Wenngleich der erst 23-Jährige durchaus auf eine bewegte Karriere zurück­blicken kann. Erst in der C-Jugend fand er zum Fußball und zu Westfalia Kinderhaus. „Er ist noch der echte Typ Straßenfußballer“, charakterisiert Jochen Bisping, der Co-Trainer der ersten Mannschaft, der Altefrohne in der Jugend begleitete, den Anreifer. Vom Schulhof wechselte der Torjäger seinerzeit an den Wangeroogeweg, durchlief dort die Jugend-Mannschaften. Sein besonderes Talent brachte er in den höherklassigen Nachwuchsteams ein. „Seine Stärke ist das eins gegen eins“, nennt Bisping ein Plus.

Zwangsläufig wechselte Altefrohne aus der Jugend direkt in den Kader der Ersten. Noch in der Hinrunde der Saison 2014/15 spielte er unter Trainer Frank Busch in der Bezirksliga. „Ich will mehr spielen und Spaß haben“, eröffnete er dann aber den Verantwortlichen. Statt sich die Position und die Einsatzzeiten mit dem Konkurrenten Fidan Zeqiri zu teilen, zog er sich zurück. Zunächst in eine Auszeit, dann in die Zweite. Aus den Augen ist er nicht. Gerade nach dem Dreierpack vom Sonntag. „Wenn wir Probleme hätten, würden wir bei ihm anfragen. Er ist ein toller Typ“, versichert Bisping.

Schließlich sind Tore ja das Hobby von Altefrohne – und von Sander.

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