Fußball: Westfalenliga TuS Hiltrup und Preußen Münster 2 beackern Naturrasen

Münster -

Bei diesem Derby wurde geackert – im wahrsten Sinne des Wortes: Der TuS Hiltrup und die Reserve des SC Preußen Münster lieferten sich auf dem Hiltruper Naturrasen eine zähe Begegnung, die wie der Boden wenig Raum für Kunst ließ. Das Ende zumindest war angemessen: 1:1.

Von Thomas Austermann
Auch hier kein Derby-Sieger: Leon Niehues (re., TuS Hiltrup) im Zweikampf mit Preußens. Fabian Kerelaj. Dafür musste Christoph Blesz (kl. Foto, hinten), Nicolas Kriwet ziehen lassen..
Auch hier kein Derby-Sieger: Leon Niehues (re., TuS Hiltrup) im Zweikampf mit Preußens. Fabian Kerelaj. Dafür musste Christoph Blesz (kl. Foto, hinten), Nicolas Kriwet ziehen lassen.. Foto: fotoideen.com

Premiere für die zweite Preußen-Mannschaft: Das 1:1 (0:1) der Westfalenligafußballer im Derby beim TuS Hiltrup war ihre erste Punkteteilung in dieser Saison. Das oft auf sehr tiefem Rasen stecken bleibende Spiel hatte wenig Glanz, forderte aber allen Akteuren eine große Bereitschaft zum unverzagten Mitarbeiten ab.

Durch die Bank kamen die Kicker der Aufforderung nach, aber beide Seiten haderten mit dem enormen Aufwand, der zu leisten war. Und beide spürten am Ende, dass zu wenig dabei heraus gesprungen war.

Falsche Bodenwahl

„Die Mannschaft wollte auf den Rasen gehen – jetzt muss ich sagen, dass war die falsche Entscheidung“, wertete TuS-Trainer Carsten Winkler ehrlich, der die Seinen „fußballerisch so schwach wie länger nicht“ agieren sah. „Viele mussten heute sehr schnell den Bedingungen Tribut zollen.“ Preußens Sören Weinfurtner nahm in der Pause die passenden Korrekturen vor und sah seine Mannen häufiger und auch gescheiter am Ball. „Das Spiel kann jedes Team entscheiden, aber hier wirklich sauber abzuspielen, das war verdammt schwer“, sagte er halbwegs zufrieden.

Winkler musste den erkrankten Janik Bohnen sowie den angeschlagenen Jonas Wiethölter ersetzen und beorderte Robin Wellermann in die Offensive an Jens Könemanns Seite. Ohne Drittligaverstärkung liefen die Gäste auf, die vor allem über die rechte Seite zunächst viel Druck entfachten, ehe der TuS mit seinem Pressing anfing und für eine Portion Ratlosigkeit im Preußen-Aufbauspiel sorgte.

Kaum Torszenen in Durchgang eins

Ismail Budak suchte mit Ball am Fuß eine Anspielstation, fand sie aber zu selten. Torszenen kreierte kaum jemand. Wellermanns harter Freistoß (36.) aus 22 Metern überraschte Stephan Tantow im Preußen-Kasten nicht. Ein feiner Pass von Manuel Beyer und ein idealer Laufweg von Michael Fromme sorgten durch eben diesen Techniker für das bildschöne 1:0 (39.).

Weinfurtner wechselte, baute um und schuf mehr Mittelfeldpräsenz. Rechtsverteidiger Dominik Voß agierte noch offensiver als Julian Sammerl auf der anderen Seite. Der TuS stellte sich jetzt im 4-3-3 den Attacken der Elf, die etwas bewegen musste. „Wir wollten die Wege kürzer gestalten“, sagte Winkler und attestierte dem Gegner mehr Ballbesitz. Budak traf zum 1:1 (74.), aus 17 Metern per abgefälschtem Schuss. Guglielmo Maddente hatte das 2:1 für den TuS auf dem Fuß nach perfektem Anspiel des vorbildlich einsatzfreudigen Wellermann, aber er verzog aus bester Lage (77.). Derlei Hochkaräter hatten die Preußen nicht, so sehr sie auch ackerten.

TuS Hiltrup: Böcker – Blesz, Brüggemann, Ziegner, Finkelmann – Beyer, Rottstegge, Niehues, Fromme (90.+1 Hoeveler) – Könemann (65. Maddente), Wellermann (85. Castro)

SC Preußen II: Tantow – Voß, Böhmer (46. Burchardt), Grütering, Sammerl – Budak – Kriwet, Benmbarek, Kerelaj (70. Brodersen), Mladenovic (90.+1 Borgmann) – Steinfeldt.

http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4698429?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F