Umtauschaktion in Lotte
Fußball: Kein freier Verkauf, obwohl es für das Dortmund-Spiel mehr Karten gibt

Lotte -

Viel Arbeit wartet in diesen Tagen auf die Vereinsmitarbeiter der Sportfreunde Lotte. Durch das in der Vorwoche abgesagte DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Borussia Dortmund und die Verlegung ins Stadion Bremer Brücke des VfL Osnabrück kommt ein Wust an Organisation auf den Verein zu. 

Freitag, 10.03.2017, 01:11 Uhr aktualisiert: 10.03.2017, 11:32 Uhr
Die Osnatel-Arena in Osnabrück Foto: dpa

Seit Montagabend stehen die Modalitäten für den Ticketverkauf an der Bremer Brücke fest. Dabei werden auch die Karten-Inhaber in die Pflicht genommen. In der vergangenen Woche war das Pokalspiel wegen der schlechten Platzverhältnisse im Frimo-Stadion ausgefallen. Um einer erneuten Absage zu entgehen, hatte der DFB den Sportfreunden nahe gelegt, einen anderen Austragungsort zu suchen. So wird die Partie nun am Dienstag in Osnabrück angepfiffen.

Durch den Umzug ins größere Stadion nach Osnabrück stehen logischerweise mehr Karten zur Verfügung. Borussia Dortmund hat ein Anrecht auf ein größeres Kontingent als in Lotte, zudem erhält der VfL als Hausherr eine gewisse Anzahl. Für die Sportfreunde bleiben an die 5000 zusätzliche Tickets.

Vergebliche Ticket-Hoffnungen

Einen freien Verkauf wird es dennoch nicht geben – wie schon vor dem ursprünglichen Termin. „Wir wollen auch in Osnabrück ein Heimspiel haben“, betont Mediensprecherin Julia Mikoleit. „Bei einem freien Verkauf würden viele Karten an BVB-Anhänger gehen. Das wollen wir nicht. Wir werden unseren Fans und Fanclubs mehr Karten zur Verfügung stellen und den weiteren Verkauf so organisieren, dass Lotte Heimspielatmosphäre genießen kann.“

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Alle Fans, die noch im Besitz eines Tickets für die abgesagte Partie vom vergangenen Mittwoch sind, müssen dieses umtauschen. Die alten Karten berechtigen nicht zum Einlass an der Bremer Brücke. Wer das Spiel am kommenden Dienstag (18.30 Uhr) nicht besuchen kann, bekommt den vollen Eintrittspreis erstattet.

Zehn Geschichten rund um das Spiel SF Lotte gegen Borussia Dortmund

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  • Borussia Dortmund hat nach Branchen-Primus Bayern München die meisten Mitglieder aller Bundesligisten. Aktuell steuert der BVB auf die 150 000er Marke zu. Damit könnte er die kleine Fußball-Arena in Lotte locker 14 Mal füllen.

    Borussia Dortmund hat nach Branchen-Primus Bayern München die meisten Mitglieder aller Bundesligisten. Aktuell steuert der BVB auf die 150 000er Marke zu. Damit könnte er die kleine Fußball-Arena in Lotte locker 14 Mal füllen.

    Foto: Frank Rumpenhorst
  • Im Testspiel am 10. Juli 2010 siegte der spätere Deutsche Meister Borussia Dortmund mit 4:1 bei SF Lotte. Damals machte der damals 21-jährige Shinji Kagawa das erste Spiel für die Borussia.

    Foto: Uwe Wolter, Egmont Seiler, Manfred r
  • Pierre-Emerick Aubameyang pflegt seine Extravaganz und ist ein großer Freund schneller Autos. Seit Oktober 2016 nennt er einen Audi R8 V10 plus sein eigen. Das goldige Stück kostete über 200 000 Euro, beschleunigt in 3,2 Sekunden von null auf hundert und trägt sogar die Initialen des Torjägers. In Lotte gibt es die zwei Buchstaben nur auf den Trainingsanzügen.

    Foto: Peter Steffen
  • Beim letzten Aufeinandertreffen standen für beide Mannschaften prominente Trainer an der Seitenlinie. Während Jürgen Klopp heute den FC Liverpool trainiert, ist Maik Walpurgis in der Bundesliga angekommen. Er ist der Coach vom FC Ingolstadt. Klopp versprach damals: „Wenn ihr aufsteigt, kommen wir wieder.“ Nun ist es soweit.

    Foto: Uwe Wolter, Egmont Seiler, Manfred r
  • Der älteste Pokalsieger im „Kader“ des BVB hat bereits seinen 55. Geburtstag gefeiert. Stadionsprecher Norbert Dickel avancierte 1989 beim 4:1 über Werder Bremen zum „Helden von Berlin“. Zwei weitere Idole von damals ziehen ebenfalls heute noch Fäden: Torwartrainer Wolfgang „Teddy“ de Beer (53) und Sportdirektor Michael „Susi“ Zorc (54).

    Foto: dpa
  • Der ehemalige BVB-Coach Horst Köppel und der ehemalige Werder-Manager Willi Lemke schlossen 1989 in Lotte-Wersen Freundschaft. Borussia Dortmund hatte sich für das DFB-Pokalfinale in Berlin am 29. Juni gegen Werder Bremen qualifiziert. Kurz zuvor, am 15. April 1989, war es während des englischen FA-Cup-Spiels zwischen FC Liverpool und Nottingham Forrest im Hilsborough Stadium in Sheffield zu eine Katastrophe mit 96 Toten und 766 Verletzten gekommen.

    Im Vorfeld des DFB-Pokalendspiels waren die Präsidien, Mannschaften und Fans beider Clubs übereingekommen, dass es eine solche Tragödie nie wieder geben darf. Auf neutralem Boden, genau in der Mitte zwischen Dortmund und Bremen strebten sie eine Verbrüderung an – der Zufall verschlug sie nach Lotte.

    Foto: Wiartalla
  • Hans-Joachim Watzke, Dortmunds mächtiger Vorstands-Boss, hat die Bande in die alte Heimat nie verloren. Noch immer ist er erster Vorsitzender von Rot-Weiß Erlinghausen. Für den Landesligisten aus der 1000-Seelen-Gemeinde im Sauerland, hat er früher selbst gekickt. Aktuell bringt sich dort sein Sohn Andre im Mittelfeld ein. Das kleine Stadion im Ortsteil Marsbergs ist nach Watzkes Vater Hans benannt.

    Foto: Bernd Thissen
  • Im Vergleich zum letzten Aufeinandertreffen beider Teams ist bei den Sportfreunden Lotte nur noch der heutige Torwart-Trainer Bastian Görrissen (l.), der 2010 in der 63. Minute für Keeper Rickert eingewechselt worden war, dabei. Für den BVB damals wie heute am Ball sind Torhüter Roman Weidenfeller, Nuri Sahin, Marcel Schmelzer, Sven Bender und Shinji Kagawa.

    Foto: Alfred Stegemann
  • In Lotte werden Fanartikel noch auf der Geschäftsstelle verkauft. In Dortmund gibt es einen gigantischen Megastore direkt am Stadion. Zum Sortiment gehören auch BVB-Sound-Toaster, Waschbecken-Stöpsel, Muffin-Backförmchen und Bratwurst-Senf. Und alles für den Hund gibt es auch: Inklusive Halstuch und Napf.

    Foto: dpa
  • Trotz Ankündigung ging keine Tickets für den DFB-Pokal-Schlager in den freien Verkauf. Damit schaut der neutrale Zuschauer in die Röhre. Er muss sich das Spiel im TV anschauen. An ihre eigenen Fans haben die Sportfreunde gedacht. Jeder der knapp 500 Dauerkarten-Inhaber konnte zwei weitere Stehplätze ordern. Zudem wurden den Fanclubs und den freiwilligen Helfern der Schneeräumaktion vor dem 1860-Spiel Tickets angeboten. Außerdem hatten die Spieler selbst die Möglichkeit, eine gewisse Anzahl an Karten zu verteilen. Darüber hinaus gingen 1100 Karten an Gegner Borussia Dortmund sowie ein großes Kontingent an DFB-Funktionäre, TV-Anstalten und Vermarkter. Und schließlich hatten die Sponsoren ein Vorkaufsrecht für Karten. Um welche Anzahl es sich dabei handelt, teilte der Verein nicht mit.

    Foto: Uwe Wolter

Die Umtauschaktion läuft bis zum kommenden Montag, ausschließlich in der Geschäftsstelle der Sportfreunde und an den Kassenhäuschen. Am Spieltag können aus organisatorischen Gründen keine Tickets mehr ersetzt werden. Stehplatzkarten aller Kategorien können bei Zahlung des Aufpreises zu Sitzplatzkarten aufgewertet werden.

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Tränen fließen schon vor der Trauung
Groß war die Freude bei (v.l.) Dorothee Ostermann, dass sie an der Trauung von Catarina Merz und Sohn Nils Hölting teilnehmen konnte. Ermöglicht haben das der Wünschewagen des ASB und die Helfer (v.r.) Franziska Burlage, Marlies Kogge und Christian Zimpel.
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