Basketball: Regionalliga WWU Baskets vor Gastspiel in Salzkotten in Not

Münster -

Ein bisschen Hoffnung haben die WWU Baskets Münster noch. Vielleicht können sie nach einem Zwischentief ja irgendwie wieder an Spitzenreiter EN Baskets Schwelm heranrücken. Doch vor dem Auswärtsspiel beim TV Salzkotten ist die große Personalnot ausgebrochen.

Von Ansgar Griebel
Guido Narendorf feiert sein Comeback bei den Baskets. Der Routinier aus der Reserve hilft in Salzkotten aus.
Guido Narendorf feiert sein Comeback bei den Baskets. Der Routinier aus der Reserve hilft in Salzkotten aus.

Die WWU Baskets Münster reisen am Samstag in die Hederauen zum TV Salzkotten – kein Ausflug ins Grüne versteht sich, vielmehr eine Dienstreise mit durchaus ernstem Hintergrund. Auch wenn in der Basketball-Regionalliga die relevanten Entscheidungen längst gefallen zu sein scheinen, denken Trainer Philipp Kappenstein und seine Jungs nicht daran, das Liga-Konzert zu verlassen, ehe die dicke Frau aufgehört hat zu singen.

Vier Spieltage vor der finalen Auswertung der Tabelle führen die Schwelmer Baskets das Tableau mit vier Punkten Vorsprung an und haben Titel nebst Aufstieg in den eigenen Händen. Doch das Verfolgertrio aus Hagen, Grevenbroich und Münster will den Druck bis zum letzten Spieltag aufrechterhalten – und dann könnte es am 1. April in Schwelm zum Showdown der Baskets aus Münster und Schwelm kommen. „Da ist noch was drin“, sagt Philipp Kappenstein und fügt dann aus gegebenem Anlass ein überdimensionales „aber“ an. „Aber wir haben leider ganz andere Probleme.“ Denn die Baskets haben aktuell noch sieben einsatzbereite Spieler im Kader – darunter sind weder ein etatmäßiger Aufbauspieler noch ein Center. „Das ist echt eine Seuche“, so Kappenstein. Tim Kosel hat sich beim JBBL-Einsatz einen Bänderriss zugezogen, Stephan Kreutzer im Spiel in Haspe einen Nasenbeinbruch – und in der Woche meldete sich mit Anselm Hartmann auch noch Aufbauspieler Nummer eins mit einer fiebrigen Virus-Infektion ab.

Da passt es schon fast ins Bild, dass auch unter dem Korb derzeit Funkstille herrscht. Die „Langen“, Kai Hänig, Attila Göknil und Chris Kunel, fallen allesamt aus. „Wir müssen uns freimachen und einfach spielen“, empfiehlt Kappenstein die Flucht nach vorne. Aus der Reserve wird Guido Narendorf reaktiviert, auch der erst 15-jährige Nico Funk soll in Salzkotten helfen, das kleine Fünkchen Hoffnung am Leben zu halten.

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