Volleyball: Bundesliga USC Münster: Keine Zeit für die Narretei

Münster -

Das wird jetzt ganz eng für die Volleyballerinnen des USC Münster. Nach dem Verlust des sechsten Platzes ist der direkte Einzug in die Playoffs akut gefährdet. Im Heimspiel am Mittwoch gegen Aachen muss unbedingt ein Sieg her.

Von Wilfried Sprenger
Ercia Wilson ist verletzt und kommt in dieser Saison vielleicht nicht mehr zum Einsatz.
Ercia Wilson ist verletzt und kommt in dieser Saison vielleicht nicht mehr zum Einsatz. Foto: Jürgen Peperhowe

Früher, aber das ist wirklich schon einige Jahre her, beteiligte sich der USC Münster am Rosenmontagszug mit einem eigenen Wagen. Zuletzt passten Volleyball und Karneval nicht mehr zusammen. Wobei es arg konstruiert wäre, den Unabhängigen aktuell nach vier Niederlagen in Folge fehlende Lust am munteren Treiben auf den Straßen zu unterstellen. Es ist halt so, dass die Bundesliga keine Rücksicht auf die Narren im Land nimmt und die Termine knallhart durchzieht. Was für Münster heißt: Am Aschermittwoch (19.30 Uhr, Sporthalle Berg Fidel) ist das Team gegen die Ladies in Black Aachen gefordert.

Für die Jecken ist an diesem Tag alles vorbei. Auch für den USC (aktuell 32 Punkte) könnte etwas enden: Wenn er das NRW-Duell 0:3 oder 1:3 verliert, und zeitgleich Wiesbaden (34) in Vilsbiburg (36) punktet, wäre Platz sechs und die direkte Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale nicht mehr zu realisieren. Aber auch im Falle eines Erfolges müsste Münster bangen. Am letzten Hauptrundenspieltag (Samstag) ist der USC in Dresden krasser Außenseiter, Wiesbaden sollte bei Absteiger Erfurt keine Probleme haben, Vilsbiburg reist als Favorit nach Köpenick. Münster wäre blauäugig, wenn es sich zumindest organisatorisch nicht schon jetzt mit den Pre-Playoffs befassen würde. Gegner wäre der VfB Suhl, Münster hätte im ersten Spiel der best-of-three-Serie am 8. März zunächst Heimrecht.

Beim 0:3 zuletzt in Stuttgart setzte Andreas Vollmer nur neun Spielerinnen ein. Erica Wilson fehlte wegen eines gebrochenen Fingers, mit der US-Amerikanerin rechnet der Trainer vorerst nicht. „Die Ärzte haben die Ausfallzeit auf bis zu sechs Wochen prognostiziert“, sagt Vollmer. Dann würde in der Liga bereits das Halbfinale gespielt. Es wäre eine sehr große Überraschung, sollte Münster noch im Rennen sein.

In Stuttgart verzichtete Vollmer auch auf den Einsatz von Kapitänin Leonie Schwertmann. „Wir haben drei Mittelblockerinnen. Diesmal habe ich mich für Jule und Jenny entschieden. Ihre Leistung war ganz okay, es bestand kein Grund auf diesen Positionen etwas zu verändern“, so der Trainer. Tatsächlich taten sich Juliane Langgemach und Jennifer Keddy am Samstag positiv hervor.

Akribisch bereitet Andreas Vollmer seine Mannschaft auf das Finale dieser Saison vor. Zu den Aufgaben des Trainers zählt auch die mittel- und langfristige Planung. Längst laufen Gespräche über die Spielzeit 2017/18. Dass sich der Kader erneut stark verändert, ist nicht unbedingt anzunehmen. Allerdings läuft der überwiegende Teil der Arbeitsverhältnisse aus.

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