Fußball: Bezirksliga BW Aasee erwacht gegen Wilmsberg zu spät

Münster -

Das wäre ein Ding gewesen, wenn BW Aasee in der Schlussphase aus einem 0:3 noch ein 3:3 gemacht hätte. So aber rächte es sich, dass der Aufsteiger Gast SV Wilmsberg das Spiel überließ. Der Endstand lautete also 2:3.

Von Max Keldenich
BWA-Abwehrchef Jens Brüninghoff wird hier von Wilmsbergs Fabian Baumeister (r.) bedrängt.
BWA-Abwehrchef Jens Brüninghoff wird hier von Wilmsbergs Fabian Baumeister (r.) bedrängt. Foto: Markella Moraki

Unterliegt eine Mannschaft vor heimischem Publikum mit 2:3, klingt dies erst mal nicht nach einer einseitigen Partie. So war es auch am Sonntag, als der SV Wilmsberg hochverdient bei BW Aasee gewann. Über 90 Minuten war ein Klassenunterschied deutlich geworden, wie auch Trainer Costa Fetsch neidlos anerkennen musste: „Für uns war das eine Nummer zu groß. Trotzdem hatten wir am Ende sogar noch den Ausgleich auf dem Fuß und haben eine Riesenmoral gezeigt.“

Die Rollen waren von der ersten Minute an klar verteilt. Gegen einen Gegner, der wegen seines Landesliga-Etats zu den heißesten Aufstiegsaspiranten zählt, stand Aasee sehr tief. Drei nominelle Sechser sollten die Kreise der gegnerischen Kreativspieler einengen. In der ersten halben Stunde ging dieser Matchplan auch voll auf, denn Wilmsberg erspielte sich keine hochkarätige Chance. Doch in der 43. Minute war der Bann gebrochen: Nach einem Doppelpass reagierte Ron Konermann am schnellsten und schob zur hochverdienten Führung ein – das 0:1.

Nach diesem Nackenschlag folgte kurz nach Wiederanpfiff bereits das zweite Gegentor, als Christof Brüggemann keine Nerven zeigte und Torwart Sven Cordes zum 2:0 überwand (50.). Aasee gelang es nur sporadisch, überhaupt in die gegnerische Hälfte vorzudringen. Einzig über Paul-Moritz Dietz, der in der zweiten Halbzeit weiter im Zentrum spielte und seine Schnelligkeit immer wieder nutzte, liefen einige vielversprechende Gegenstöße. Den ersten Torschuss leitete er ein, als der kampfstarke Enno Stemmerich mit einem Distanzschuss an Keeper Lukas Schröder scheiterte (56.).

Wilmsberg musste sich lediglich dem Vorwurf aussetzen, den Sack nicht frühzeitig zugemacht zu haben. So setzte Alexander Hesener den Ball aus erstklassiger Position nur an die Latte (78.). Erst ein Eigentor von Joshua Roth, das aus einem Missverständnis mit Cordes resultierte, sorgte für die vermeintliche Entscheidung (80.). Doch Aasee gab nicht auf: Maik Dombrowa (82.) und Jens Brüninghoff (89.) machten die Partie noch einmal spannend. Der eingewechselte Nico Borcherding verpasste in der Schlussminute jedoch den Ausgleich.

Aasee: Cordes – Kampschulte, Roth, Brüninghoff, Borgers – Steur (78. Borcherding), Schulz (55. Dombrowa), Uphues (68. Hülsmeier) – Dietz, Stemmerich, Bucksteeg.

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