Fußball: Bezirksliga bis Westfalenliga BSV Roxel fordert den Ersten – 1. FC Gievenbeck sucht Personal

Münster -

Aus dem Westfalenliga-Quartett aus Münster tritt jede Elf ausnahmslos als Gastgeber in Erscheinung. Der Fußballinteressierte muss auswählen. In Roxel kann er den Ersten sehen, in Gievenbeck eine ersatzgeschwächte Mannschaft.

Zurück in Münster und wieder im Gievenbecker Team ist Nils Heubrock (l.), der große Antreiber und Kapitän in der Heeke-Elf.
Zurück in Münster und wieder im Gievenbecker Team ist Nils Heubrock (l.), der große Antreiber und Kapitän in der Heeke-Elf. Foto: Jürgen Peperhowe

Der Spielplan will es so, die Fußballfreunde stehen unter Entscheidungszwang: Die vier münsterischen Westfalenligisten tragen ausnahmslos Sonntag-Heimspiele aus. Die Preußen-Zweite immerhin schon um 12 Uhr, um dem Pokalspiel der Ersten auf dem Weg zu gehen. Der BSV Roxel hat den neuen Spitzenreiter zu Gast. Und Gievenbeck kaum noch Personal zur Verfügung.

In Roxel erscheint die Spielvereinigung Vreden, die Haltern vorerst vom Thron kippte und der Liga damit auch neue Spannung besorgte.

Westfalenliga

BSV Roxel – SpVg. Vreden (So.)

Vreden kommt als ungeschlagener Erster mit dem beeindruckenden Torverhältnis von 23:8 Treffern. Ebenso wie Coach Marcus Feldkamp investiert die Elf alles. Roxel hat sich bisher gegen scheinbar übermächtige Gegner stark aus der Affäre gezogen. Beim Kreispokalsieg in Nordkirchen (5:1) saßen nur zwei Feldspieler auf der Bank. Fabian Berk (Knieprobleme) ist ein Wackelkandidat, Christoper Thomassens Einsatz auch fraglich. Andere sind erkältet. Aljoscha Groß kommt aus dem Urlaub zurück. „Wir stellen uns diesem Liga-Schwergewicht“, nimmt Trainer Stephan Zurfähr die Herausforderung an. „Auf ein solches Spiel darf man sich einmal anders vorbereiten. Wir machen das mit einem Freitag-Ausflug aufs Oktoberfest.“

Preußen Münster II – SV Rödinghausen II (So., 12 Uhr)

Frühzeitig trifft der Kader am Stadion ein – die wegen des Pokalspiels der Drittliga-Ersten gewählte ungewohnte Anstoßzeit verlangt eine richtige Vorbereitung. Die Preußen als Dritter und die Gäste als Vierter stehen für attraktive Spielstile, die einen sehenswerten Abtausch erwarten lassen. Jonas Grütering und Jannik Borgmann sind leicht angeschlagen. Mit Cihan Tasdelen, dem derzeit Verantwortlichen bei der Ersten, hat Trainer Sören Weinfurtner einen neuen Ansprechpartner, was Spieler-Abstellungen angeht. „Wir freuen uns auf diesen Vergleich, nachdem wir zuletzt auch souverän aufgetreten sind. Dass es in der Entwicklung immer ein Auf und Ab gibt, ist klar“, wertet Weinfurtner.

TuS Hiltrup – SV Schermbeck (So.)

Der TuS stürmt vorwärts. Die Elf hat sich gefunden zur Einheit, die positive Energie auf den Rasen bringt. Diese Tugenden auch in Stresssituationen umsetzen zu können, ist mittelfristig das Ziel. Kurzfristig gilt, den unter Wert platzierten Rang-13. nicht zu unterschätzen. Außenspieler Janik Bohnen fällt mit Bänderriss bis zu sechs Wochen aus. Weil wie Guglielmo Maddente viele von der Grippe geplagt wurden, fiel das Dienstagtraining aus – eine Vorsichtsmaßnahme. „Ich hoffe, dass einige der Wackelkandidaten spielen können“, muss Trainer Carsten Winkler noch abwarten. „Denn wir wollen aus der Euphorie eine konstanten Stärke machen.“

1. FC Gievenbeck – YEG Hassel (So.)

Dass Alan Bezhaev als einziger Feldspieler alle acht bisherigen Partien bestritt, beleuchtet die Personalmisere beim FCG. Der kleine Kader ist ausgedünnt. Die Defensivspieler Maximilian Franke und Eric Sabe haben, angeschlagen wie sie sind, nicht trainiert. Damit sie Sonntag spielen können. Yasin Altun und Janes Niehoff werden hingegen wohl pausieren müssen. Weiter ohne Training sind Tristan Niemann und Tom Gerbig. Nils Heubrock und Daniel von der Ley kehren immerhin ins Aufgebot zurück. FCG-Trainer Benjamin Heeke: „Eine so krasse Lage habe ich noch nie erlebt. Jammern nützt uns nichts – wir erwarten eine der spielstärksten Mannschaften der Liga und müssen uns entsprechend ausrichten.“

Westfalenliga Frauen

Wacker Mecklenbeck – Borussia Dröschede (So., 12.30 Uhr)

Nach der überflüssigen Niederlage gegen Flaesheim präsentierten sich die Wacker-Mädels im Westfalenpokal gegen Warendorf (1:2) schon wieder von ihrer besseren Seite. Im Heimspiel gegen Aufsteiger Borussia Dröschede muss ein Sieg her, will man nicht noch tiefer in den Keller rutschen. Nur Lissi Schöler fehlt, alle anderen Spielerinnen sind soweit fit. „Zu Hause zählen jetzt nur drei Punkte“, weiß Trainer Andre Frankrone. „Wir hätten uns mit einem Sieg gegen Flaesheim absetzen können. Da darfst du nie und nimmer verlieren. Nun müssen wir wieder aufstehen.“

Landesliga

SV Burgsteinfurt – SC Münster 08 (So.)

Die Steinfurter haben aus vier Heimspielen erst einen Punkt geholt – und erst ein Tor gemacht. Da scheinen die selbstbewussten wie erfolgreichen Nullachter in diesem Duell favorisiert zu sein. Aber: 08 tat sich dort immer schwer. Timo Twachtmann ist wieder eine Option nach dreiwöchiger Pause (Außenbandriss). Steffen Koch soll nach seiner Sprunggelenksblessur noch pausieren. „Viele Spieler haben sich deutlich verbessert, wir spielen schön und erfolgreich“, lobt 08-Trainer Mirsad Celebic den Kader. „Diese Qualitäten wollen wir wieder zeigen.“

Bezirksliga

1. FC Gievenbeck II – SC Altenrheine (So., 13 Uhr)

Trotz der angespannten personellen Situation läuft es recht rund bei der Gievenbecker Reserve. Aus den letzten vier Spielen holte das Team ganze zehn Punkte. Im Personalbereich liegt das eigentliche Übel: Coach Stefan Bischoff muss aktuell sieben Kicker ersetzen. Auch der Spielertrainer selbst droht am Sonntag auszufallen. Er sagt gleichwohl: „Klar, ist das nicht schön, wenn man personell improvisieren muss. Aber so rücken wir noch enger zusammen. Ich denke, wir haben einen guten Lauf und wollen unsere Serie ausbauen.“

Vorwärts Wettringen – Westfalia Kinderhaus (So.)

Da brannte die Hütte. Der Einzug in die dritte Runde des Westfalenpokals ist der größte Erfolg der Westfalia. Allein diese Tatsache sollte Kräfte freisetzen beim Gastspiel in Wettringen. Thomas Eichler ist verletzt, Johannes Kämmerling im Urlaub, hinter Christoph Göbel (Trainerschein) steht ein dickes Fragzeichen. „Wir müssen in Wettringen genauso geduldig sein wie gegen Bochum-Linden. In der Meisterschaft haben wir bislang zu viele Punkte liegen lassen“, findet Trainer Frank Busch. „Es wird Zeit, dass wir mehr Tore schießen.“

Germania Hauenhorst – BW Aasee (So.)

Das Duell der Aufsteiger. Die Blau-Weißen haben der Germania einen Sieg und damit drei Punkte Vorsprung voraus. Die „Fremde“ scheint darüber hinaus den Aasee-Jungs zu liegen, zweimal verließen sie als Sieger das Feld. Hinter Jens Brüninghoff steht ein Fragezeichen. Stephan Streif ist im Urlaub. Sonst sind alle Mann dabei. „Das ist ein Duell auf Augenhöhe“nimmt BWA-Trainer Costa Fetsch an. „Hauenhorst ist sehr heimstark, hat eine kampfstarke Truppe beisammen. Ich hoffe, dass wir auf der Höhe sind. Im Training lief es nicht so rund.“

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