Handball: Bezirksliga Münster 08 macht das Rennen im Derby

Münster -

Der aktuelle Aufsteiger bezwingt den Vorjahres-Aufsteiger: Münster 08 landet im Derby mit der SG Gremmendorf/Angelmodde einen ebenso verdienten wie wichtigen 29:25-Erfolg.

Von Jari Sprenger
Gremmendorfs Lukas Kemken (l.) nähert sich dem Nullacht-Tor. Stefan Roehr und Lucas Sturm wissen das zu verhindern und sichern sich zwei wichtige Punkte.
Gremmendorfs Lukas Kemken (l.) nähert sich dem Nullacht-Tor. Stefan Roehr und Lucas Sturm wissen das zu verhindern und sichern sich zwei wichtige Punkte. Foto: Wilfried Hiegemann

Björn Hartwig zeigte sich nach dem Spiel sehr zufrieden. In den 60 Minuten zuvor hatte der Trainer des SC Münster 08 einen 29:25-Erfolg seiner Mannschaft im Landesliga-Derby gegen die HSG Gremmendorf / Angelmodde gesehen, sein Fazit fiel entsprechend positiv aus: „Insgesamt war das eine extrem disziplinierte Vorstellung in allen Bereichen von uns.“ Sein Gegenüber, HSG-Coach Axel Binnenbruck war verständlicherweise weniger einverstanden mit dem Spielverlauf: „Bei uns fehlt nach wie vor die Feinabstimmung im taktischen Bereich. Verwunderlich ist das aber nicht, schließlich haben wir eine komplett neu zusammengestellte Mannschaft – nach so kurzer Zeit kann da noch nicht alles passen.“

Zu Beginn der Partie passte es indes. Die Anfangsphase dominierten die aggressiven Defensivreihen, die jeweils kaum Lücken ließen. Nach zehn Minuten stand es 3:3, ausgeglichen ging es auch bis kurz vor der Halbzeit weiter. Gremmendorf spielte im Angriff meist mit sieben Feldspielern, um offensiv variabler agieren zu können. „Wir wollen diese neue Regelung mit ihren Möglichkeiten für uns nutzen, allerdings müssen wir da noch die richtige Balance für uns finden“, erklärte Binnenbruck. Bis kurz vor den Seitenwechsel profitierten die Gäste davon, mussten nach einigen Fehlern aber mit 12:15 in die Pause gehen.

Im zweiten Abschnitt agierten die Nullachter dann konzentrierter, suchten geduldig nach der Lücke in des Gegners Abwehrreihe und schlugen dann eiskalt zu. Eine gute Viertelstunde vor dem Ende führte Nullacht mit fünf Treffern, ehe Gremmendorf plötzlich wieder bis auf zwei Tore herankam. „In dieser entscheidenden Phase haben wir Charakter gezeigt. Gremmendorf kam dem Ausgleich immer näher, wir haben aber gut reagiert“, lobte Hartwig sein Team. Nullacht zog erneut das Tempo an und spielte sich einen klaren Vorsprung heraus. Binnenbruck zeigte daher auch Anerkennung für den städtischen Gegner: „Nullacht war das bessere Team. Technisch war es von beiden Seiten nicht besonders ansehnlich, die Nullachter haben ihr einfaches Spiel vor allem über den rechten Rückraum durchgezogen und uns damit verdient besiegt.“

Nullacht: Sibbersen (8), Limke (4), Roehr (4), Schmidt (3), Lehmann (3), Bittern (2/1), Kuhlenbäumer (1), Döring (1), Sturm (1), Kramer (1), Guggenmos (1).

Gremmendorf/Angelmodde: Yoshikane (8/4), Heinzel (5), Kuhlenkamp (3), Schröder (2), Becker (2), Broer (2), Strieth (1), Schniedenharn (1), Kempken (1).

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