Fußball: Bezirksliga Kinderhaus dreht Derby gegen Greven ganz spät

Münster -

Erst in der Schlussphase riss Westfalia Kinderhaus das Ruder doch noch herum. Im Nachbarschaftsduell gegen den SC Greven 09 holte sich der Favorit am Ende doch den 2:1-Sieg, weil er schlussendlich auch mal zwei Chancen verwertete, was zuvor nicht geklappt hatte.

Von Christoph Lübke
Engin Demirdag (r.), hier gegen Mouhamed Seye, ließ lange die nötige Zielstrebigkeit im Spiel nach vorn vermissen. In dieser Szene leitet er den Ball mal schnell und direkt zu Johannes Kämmerling weiter. Der Lohn: das 2:1.
Engin Demirdag (r.), hier gegen Mouhamed Seye, ließ lange die nötige Zielstrebigkeit im Spiel nach vorn vermissen. In dieser Szene leitet er den Ball mal schnell und direkt zu Johannes Kämmerling weiter. Der Lohn: das 2:1. Foto: Heimspiel/Christian Lehmann

Das hätte auch ins Auge gehen können. Im Spiel gegen den SC Greven 09 wären die Fußballer von Westfalia Kinderhaus fast für ihren sorglosen Umgang mit vielen Torchancen bestraft worden. Am Ende langte es trotz 0:1-Rückstands noch zu einem 2:1 (0:0)-Sieg gegen den nun Tabellenletzten.

Trainer Frank Busch atmete tief durch und gestand, dass ihm nach dem Treffer zum 0:1 durch Emre Kücükosman (77.) schon ein paar Sorgen durch den Kopf schwirrten. „Das hätte ins Bild der letzten Wochen gepasst, wenn wir noch verloren hätten. Trotzdem: Verdienter kannst du nicht gewinnen. Wir haben die Ruhe bewahrt und uns belohnt.“ Bereits nach zwei Minuten verzeichnete Westfalias Fidan Zeqiri die erste Großchance, er lümmelte das Leder durch die Beine von Torwart Patrick Hinkerohe , aber auch am Tor vorbei.

Anschließend kamen die Gastgeber jedoch fast gar nicht mehr vor das gegnerische Tor, das die Nullneuner mit ganz einfachen Mitteln, zu Beginn gar mit einer Fünfer-Abwehrkette, gut verteidigten. Als nach 20 Minuten Schlussmann Hinkerohe das Spiel mal nicht mit einem langen Schlag eröffnen wollte, rügte ihn sein Trainer Thomas Fraundörfer: „Nein, da warten die nur drauf!“ Gedulden musste sich die Elf von Trainer Frank Busch auch lange bis zur nächsten Torszene, gefährlich wurde es zunächst nur nach Standards. Nach dem Wechsel wurden die Bemühungen der Hausherren aber zwingender: Hinkerohe vereitelte nicht nur eine Doppelchance von Matthias Brockhoff und Engin Demirdag (47.), sondern hatte auch bei einem Freistoß von Dominic Tomasso und dem Nachschuss Brockhoffs die Finger am Ball (50.). Luca Jungfermann (51./59.) und Zeqiri (64.) trafen zudem nicht. Dann stellte Emre Kücükosman das Spiel auf den Kopf, Grevens Zehner setzte den Ball mit einem herrlichen Fallrückzieher in den Knick (77.).

Erst jetzt entdeckten die Kinderhauser die Effizienz, die ihnen bis dahin gefehlt hatte, für sich. Nach Zuspiel von Jungfermann rutschte Hinkerohe der Ball durch, Tomasso stupste ihn ins Tor zum 1:1 (82.). Keine drei Minuten später leitete Demirdag den Ball direkt auf den eingewechselten Johannes Kämmerling weiter, dieser vollstreckte eiskalt zum 2:1-Endstand (85.). Westfalia: Beyer – Göbel (46. Jungfermann), Rensing, Schwinn, J. Knemeyer (75. Kämmerling) – Brockhoff, Demirdag, M. Knemeyer – Zeqiri (63. Neufeld), Tomasso, Sojeva

http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4330117?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F