Fußball: Westfalenliga Preußen Münsters Zweite strahlt nach einem wahren Spektakel

Münster -

Drei Niederlagen am Stück schüttelte die zweite Mannschaft des SC Preußen Münster im Freitagspiel der Westfalenliga mal eben aus den Trikots. Beim 5:3 (3:1) gegen die Routiniers des SC Herford fuhren beide Fußballteams Achterbahn. Die leidenschaftlichere Elf gewann.

Von Thomas Austermann
Preußens Außenverteidiger Dominik Voß (r.) hatte gut zu tun im Abendspiel und geht hier den Zweikampf mit Pascal Röber ein. Beispielhaft leidenschaftlich agierten alle Spieler der Siegermannschaft.
Preußens Außenverteidiger Dominik Voß (r.) hatte gut zu tun im Abendspiel und geht hier den Zweikampf mit Pascal Röber ein. Beispielhaft leidenschaftlich agierten alle Spieler der Siegermannschaft. Foto: Mario Witthake

Fußball-Spektakel unter Flutlicht: Eine sehenswerte Achterbahnfahrt unternahmen die Westfalenligisten Preußen Münster II und der SC Herford – mit dem besseren Ende für die Gastgeber, die in punkto Leidenschaft über sich hinauswuchsen und den Rangvierten mit 5:3 (3:1) in die Knie zwangen.

Preußens Co-Trainer Kieran Schulze-Marmeling coachte für den erkrankten Sören Weinfurtner nicht weniger gekonnt als der und freute sich: „Nach unserem Negativlauf hat man gesehen, was für ein Teamgeist in der Truppe steckt.“ Wohl wahr – auch in Phasen der größten Bedrängnis gaben die jungen Spieler alles gegen eine sehr erwachsene Elf, die auf breiter Linie mit dynamischen Akteuren besetzt ist und zielgerichtet das Offensivspiel betrieb. Dass Torjäger Martin Fuhsy auch nach der 40. Minute noch mitspielen durfte, war dem Fehlverhalten der Unparteiischen geschuldet. Der Herforder wurde tätlich in einer Rudelbildung.

Im 4-2-3-1-Fomat mit Nils Burchardt und dem emsigen Kämpfer Ismail Budak vor der Kette überraschten die Adlerträger den Gegner direkt durch aggressives Auftreten. Und Techniker Fabian Kerelaj war von Keeper Yannik Grützner nur per Foul zu bremsen. Vom Elferpunkt traf Luca Steinfeldt (13.). Auch mit Diagonalbällen vor allem auf die rechte Seite zog Münster die Herforder auseinander. Weil Abwehrmann Freddy Böhmer einen Freistoß fix ausführte, eröffnete sich Kerelaj die Chance. Er traf an den Pfosten, Budak staubte zum 2:0 ab (25.). Es ging munter weiter im Text, die unablässig druckvoll auftrumpfenden Preußen legten durch Kerelaj sogar das 3:0 obendrauf (29.).

Weil sich Keeper Stephan Tantow, mit dem Ball am Fuß einer der besten seines Fachs, ausnahmsweise einen Fehler erlaubte und Fuhsy das 1:3 schenkte (33.), war Spannung garantiert. Die trat prompt ein, als Böhmer eine scharfe Hereingabe ins eigene Tor drückte (48.). Danach schwammen die Preußen und standen zu tief, verloren im Aufbau die Bälle zu schnell und reagierten nur noch. Tantow stand im Brennpunkt und passte auf. Böhmers Ballgewinn nutzte Steinfeldt cool und setzte sich gegen drei Mann durch zum 4:2 (60.). Das Spiel beruhigte sich kein Stück. Böhmer sah Gelb-Rot (74.), aber in Unterzahl legte Julian Sammerl auf den gleichfalls eingewechselten Samy Benmbarek ab, der das 5:2 markierte (79.). Fuhsy verkürzte noch einmal (82.) – aber mehr ließ dieser SCP an dem Abend nicht zu.

Preußen II: Tantow – Voß, Böhmer, Borgmann, Grütering – Burchardt, Budak (69. Sammerl) – Kriwet, Kerelaj, Stoll – Steinfeldt (83. Ash).

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