Reiten: Hallensaison Toni Haßmann hat Operation nach Sturz gut überstanden

Münster -

Toni Haßmann hat die Operation nach seinem Sturz in Leipzig gut überstanden. Der Springreiter aus Münster hatte sich das Schlüsselbein gebrochen und muss die Hallensaison abhaken. Doch aus der Spur geworfen hat ihn sein Pech nicht.

Von Michael Schulte
Zuletzt erfolgreich unterwegs, aber jetzt zur Zwangspause verdonnert: Toni Haßmann.
Zuletzt erfolgreich unterwegs, aber jetzt zur Zwangspause verdonnert: Toni Haßmann. Foto: Jürgen Peperhowe

Es war beim Hallenturnier in Leipzig. Toni Haßmann drehte seine Runde auf Channing. Der Münsteraner hatte ein gutes Gefühl, war er doch auf diesem Pferd zuvor in Gahlen und Münster erfolgreich unterwegs gewesen. Dann ein Moment der Unachtsamkeit. „Blöder Sturz, stumpfe Landung. Mit der Schulter in den Sand.“ So beschreibt der Reiter im Zeitraffer das, was da in Leipzig abging. Die Folge: Bruch des Schlüsselbeins.

„Zwei, drei Tage war alles grün und blau.“ Am Dienstag wurde Haßmann in Hamburg operiert, am Mittwoch war er schon wieder gut drauf, am Donnerstag wird er entlassen. „OP ist gut verlaufen.“

Komplizierter Bruch

Dabei war das gar nicht so einfach. Denn es war das letzte Stückchen des Schlüsselbeins ab- und dieses noch mal in sich selbst gebrochen. Das alles dann zu fixieren, stellte den Chirurgen schon vor eine besondere Herausforderung. Weil er die aber mit Bravour bestand, war der Patient am Mittwoch auch sehr zufrieden. „Komplikationen sind zum Glück nicht zu erwarten. Alles gut.“

Aber auch sechs Wochen Ruhe. Keine Belastung, keine Arbeit. Mit einer Schlinge wird der Arm ruhiggestellt, damit der operierte Bereich geschont wird. Haßmann verspricht, sich an die ärztlichen Vorschriften zu halten. „Eine Bewegung bis zu 60 Grad ist mir erlaubt. Danach tut es sowieso weh.“

Hoffnung auf Dortmund

Auf dem Hof Vornholt in Wolbeck, seiner beruflichen Heimat, wird Haßmann natürlich nach dem Rechten sehen, aber seine sportlichen Aktivitäten zwangsweise zurückstellen. Eigentlich wollte er jetzt in Schwerin satteln und danach weitere Turniere mitnehmen. Jetzt fürchtet er, dass es mit Auftritten in der Halle nichts mehr wird. Auch wenn er ein ganz klein wenig hofft, dass er in Dortmund beim Signal-Iduna-Cup (3. bis 6. März) vielleicht doch starten kann.

„Die Gesundheit geht vor.“ Das betont er, trotz seines sportlichen Ehrgeizes. Und mit seiner westfälischen Gelassenheit stellt der gebürtige Lienener fest: „Richtig wird es für mich erst draußen wieder losgehen.“

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