Tennis: Westfalenmeisterschaft TC Union macht mit Finalsieg das halbe Dutzend in der Halle voll

Münster -

Der TC Union Münster hat mal wieder alles abgeräumt, was möglich war. Die Damen gewannen das Finale um den Westfalentitel in der Halle. Beim 4:0 gegen den Bielefelder TTC gab das Team nicht einen Satz ab.

Von Uwe Niemeyer
Entspannte Westfalenmeister: der TC Union. Tina Kötter (v. li.), Manon Kruse, Deborah Döring, Ria Sabay und Julia Wachaczyk ließen dem Bielefelder TTC nicht den Hauch einer Chance. Ganz zur Freude von Trainer Thomas Heilborn.
Entspannte Westfalenmeister: der TC Union. Tina Kötter (v. li.), Manon Kruse, Deborah Döring, Ria Sabay und Julia Wachaczyk ließen dem Bielefelder TTC nicht den Hauch einer Chance. Ganz zur Freude von Trainer Thomas Heilborn. Foto: Wilfried Hiegemann

Das halbe Dutzend ist voll! Denn mit dem souveränen und nicht unerwarteten 4:0-Sieg im Endspiel um die Westfälische Hallentennis-Meisterschaft gegen den Bielefelder TTC verbuchte der TC Union Münster nun schon seinen sechsten Titel in diesem Wettbewerb. „Es ist ein guter Start ins Jahr und ein perfekter Abschluss der Hallensaison“, ordnete Trainer Thomas Heilborn den Finaltriumph ein, den sein Quintett förmlich im Eilverfahren einfuhr. Um kurz nach 18 Uhr war die Titelverteidigung nach etwas mehr als drei Stunden unter Dach und Fach. Und das Team agierte beinahe gnadenlos. Der TC Union erlaubte den Gästen aus Ostwestfalen nicht einen einzigen Satz. Der Spielverlauf vor knapp 100 Augenzeugen sah keine Doppel mehr vor.

„Das war im Endeffekt schon souverän“, spendierte Heilborn seinen Spielerinnen dann auch das verdiente Lob. Ein ganz dickes verdiente sich Deborah Döring. Denn sie wackelte kurzzeitig. Nach einem 6:2 und 5:3 zog ihre Kontrahentin Sabrina Baumgarten im zweiten Satz zum 5:5 gleich, ehe Döring den Durchgang dann aber doch mit 7:5 beendete. „Sie hat wohl zwischendurch zu viel überlegt, aber zum Glück noch rechtzeitig an ihre Stärke geglaubt. Das freut mich sehr“, gab der Union-Coach zu Protokoll.

Klare Erfolge

Ohnehin wollten sich die Gäste keineswegs kampflos ergeben. Der Bielefelder TTC verzichtete nicht auf den Einsatz seiner Nummer zwei, der Luxemburgerin Tiffany Cornelius. Geholfen hat es den Gästen letztlich nicht. Denn ihr gab Manon Kruse mit 6:1, 6:1 ebenso unnachgiebig das Nachsehen wie Julia Wachaczyk Maren Sundermeier (6:4, 6:3), Ria Sabay Johanna Meier (6:2, 6:0) und eben auch Döring Baumgarten.

Tina Kötter blieb lediglich die Aufgabe, den Pokal in Empfang zu nehmen. Sie muss einen so eindeutigen Spielverlauf geahnt haben. Die Mannschaftsführerin, für das Doppel vorgesehen, verzichtete im Vorfeld des Endspiels auf das sonst zum Spiel übliche Einsetzen der Kontaktlinsen. Sie hatte wohl Vertrauen in ihr Team, ging von einem für sie einsatzfreien Finale aus. „Erfolgreicher kann eine Wintersaison nicht laufen. Das erste Team gewinnt wieder die Westfalenmeisterschaft, und die Zweite steigt in die Westfalenliga auf. Wir können stolz auf unsere Damen sein“, zog Heilborn nach der erfolgreichen Mission Titelverteidigung Bilanz – und dachte nicht nur an das Union-Flaggschiff.

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