Basketball: Regionalliga Vorentscheidung auf Schalke? Spieltag Nummer 18 weist WWU Baskets den Weg

Münster -

Drei Teams – ein Ziel: Im Titelkampf gehen die WWU Baskets Münster, die Basketballer von Schalke 04 und die BG Hagen auf den langen Schlussspurt Richtung Titel. Am Samstag könnte Münster mit einem Sieg – wie in der vergangenen Spielzeit – auf Schalke einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung machen, Schalke könnte mit einem Heimsieg die Spitze übernehmen.

Von Ansgar Griebel
Schöne Momentaufnahme oder Blick in die Zukunft? 
Schöne Momentaufnahme oder Blick in die Zukunft?  Foto: Grafik: Lisa Stetzkamp

In der abgelaufenen Spielzeit entschied sich die Meisterfrage in der Basketball-Regionalliga erst am letzten Spieltag, als das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem UBC Münster und den Rheinstars aus Köln um Nasenspitzenlänge zu Gunsten der Rheinländer ausfiel. In der aktuellen Saison zeichnet sich ein ähnlich knappes Rennen ab, allerdings kann der 18. Spieltag schon einen wichtigen Fingerzeig auf die Festivitäten zum Saisonabschluss geben. Spitzenreiter WWU Baskets Münster tritt beim punktgleichen Zweiten FC Schalke 04 an (Samstag, 19.30 Uhr). Verfolger BG Hagen will mit einem Sieg am Sonntag beim TV Salzkotten einen der beiden Führenden vom Sockel stoßen.

Dieses Führungstrio scheint Titel und Aufstieg unter sich ausmachen zu wollen, die Telekom Baskets Bonn II halten schon einen respektablen Abstand. Am fünften Rückrundenspieltag steht also das erste Gipfeltreffen an – an diesem Samstag wird der erste direkte Vergleich final entschieden.

Die Ausgangsposition:

Platz 1: WWU Baskets Münster (14:3 Siege): Seine drei Niederlagen kassierte das Kappenstein-Team gegen Bonn II (70:71/2. Spieltag); gegen die BBG Herford (82:84/10. Spieltag) und die BG Hagen (88:97/13. Spieltag). Der direkte Vergleich gegen Bonn konnte beim 77:67-Erfolg in der Rückserie bereits wieder gerichtet werden. Gegen Schalke siegte Münster am 26. September ziemlich deutlich mit (99:86). Ein zweiter Erfolg würde den Baskets die alleinige Tabellenführung bescheren. „Ich bin sehr zuversichtlich“, sagt Philipp Kappenstein. „Im Training hat sich die Mannschaft in dieser Woche sehr stark präsentiert. Wenn wir das auch am Samstagabend aufs Feld bringen, dann haben wir gute Chancen.“

Platz 2: Schalke 04 (14:3): Schalke bestritt drei Spiele ohne US-amerikanischen Aufbauspieler und kassierte in dieser Phase seine drei vergleichsweise deutlichen Saisonniederlagen gegen Münster (86:99), eine Woche später gegen Hagen (70:84) und am neunten Spieltag auch bei den Telekom Baskets (76:88). „Das waren Ausnahmesituationen. Da fehlte unser Aufbauspieler und jeweils ein Flügel aus der Stammformation“, so Trainer Raphael Wilder. „Das wäre, als müsste Kappes (Philipp Kappenstein, d. Red.) auf Anselm Hartmann und Jan König gleichzeitig verzichten.“ Der neue Mann auf der Spielmacherposition heißt Chris Alexander, ist ein blitzschneller Spieler mit besten referenzen aus der ProA, „hatte aber viel zu wenig Zeit, alle unsere Systeme perfekt kennenzulernen.“

Platz 3: BG Hagen (13:4). Hagen hat eine Niederlage mehr auf dem Konto als das Führungsduo, dafür aber gegen beide Teams gewonnen. Die BG leistete sich überraschende Aussetzer gegen Ibbenbüren (64:82), Salzkotten (83:85), Dorsten (72:82) und die Giants aus Düsseldorf (71:86). Hagen ist anfällig für Außenseiter und beständig gegen Spitzenteams – ein schwer berechenbares Team.

http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3739482?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686789%2F