Fußball: 3. Liga Preußen Münster siegt 3:0 gegen Albaniens Meister

Münster -

Mit Rückenwind kehrt der SC Preußen Münster vom Trainingslager in Estepona zurück. Trainer Horst Steffen hat der Mannschaft in der ersten gemeinsamen Woche ein neues taktisches Gerüst verpasst – und die Woche mit einem Sieg beendet.

Von Alexander Heflik
Das kann sich jeder Trainer merken: Nachwuchstalent Tobias Warschewski traf im Test gegen Korce.
Das kann sich jeder Trainer merken: Nachwuchstalent Tobias Warschewski traf im Test gegen Korce. Foto: Jürgen Peperhowe

Einiges blieb dem SCP erspart. Zum Beispiel der Fast-Spielabbruch in Marbella am Samstag, als Bundesligist FSV Mainz 05 und das aufgeheizte Team von Standard Lüttich aufeinandertrafen. Die Partie stand wegen einer gewaltigen Rudelbildung vor dem Abbruch, da ging es beim 0:1 der Preußen in der Wochenmitte gegen die Belgier aus Lüttich ruhiger ab. Oder eine 0:5-Packung, wie sie die Würzburger Kickers gegen den belgischen Erstligisten KAA Gent in Oliva Nova kassierten, die Kickers erwarten die Preußen am 23. Januar im ersten Drittliga-Punktspiel. Nein, nein, da machten es die Adlerträger erfolgreicher und weniger stressreich beim 3:0 (1:0)-Erfolg über den albanischen Meister KF Skenderbeu Korce. Testspiel zwei sah den ersten Sieg für Trainer Horst Steffen.

Doch auch auf dem Trainingsplatz Dona Julia, wo die Partie ausgetragen wurde, flogen zwischenzeitlich die Fetzen, von Freundschaftsspiel keine Spur. Die Albaner drehten etwas kräftig am Schalter der Emotionen. „Der Mann mit der 32 ist ja fast durchgedreht“, hatte auch Steffen bemerkt. Besagter Kristi Vangjeli lieferte sich ein Scharmützel mit Münsters Amaury Bischoff. Ansonsten konnte der Coach aber zufrieden sein, da passten schon einige Sachen. Die Preußen spielten 90 Minuten mehr oder weniger intensiv Pressing. Nach Korces Anfangsoffensive, als Tormann Marco Aulbach einen schwierigen Ball halten musste, drehte sich das Geschehen.

Treffer durch Pischorn, Özkara und Warschewski

Marco Pischorn traf nach 23 Minuten zum 1:0, als er einen Kopfball von Marcel Reichwein im Nachgang veredelte. Nach dem Wechsel, als der SCP fast komplett durchgewechselt hatte, erhöhte Cihan Özkara (47.) auf 2:0. Der erst 17 Jahre alte Angreifer Tobias Warschewski war zuvor elfmeterreif gefoult worden, Özkara nutzte die Vorteilsauslegung zum Treffer. Nach 63 Minuten wiederholte sich das Spiel, nur das Özkara vorbereitete und Warschewski traf. Rogier Krohne hatte zudem Pech mit einem Lattentreffer, Korce seinerseits mit einem Pfosten.

Münster, 1. Halbzeit: Aulbach – Kopplin, Pischorn, Heitmeier, Müller – Schwarz, Wiebe (23. Philipps), Bischoff – Hoffmann, Reichwein, Amachaibou. - 2. Halbzeit: Schulze Niehues – Scigliotti, Schweers, Eickhoff, Schöneberg – Stoll, Philipps, Kara – Özkara, Krohne, Warscheweski.

Die Pechvögel

Danilo Wiebe war auf dem direkten Weg in die Startelf in Würzburg, wenn man nur die Trainingseinheiten in Estepona sah. Daraus wird nichts, der 21 Jahre alte Mittelfeldmann zog sich gegen Korce einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu. Das kann ein paar Wochen dauern, ehe sich der „Sechser“ zurückmeldet. Hinten dran, als die Partie gelaufen war, lag auch Innenverteidiger Lion Schweers mit einem bandagierten Oberschenkel am Boden. Der Sieg im zweiten Testspiel hatte seinen Preis.Die zwei weiteren Pechvögel kamen aus Frankreich. Mittelfeldspieler Charles Elie Laprevotte konnte wegen einer Schleimbeutel-Entzündung im Knie nicht einmal am Mannschaftstraining teilnehmen. Teamarzt Dr. Cornelius Müller-Rensmann sieht aber die Rückkehr zu Wochenbeginn in Münster als sicher an. Zudem fiel Stephane Tritz aus, der Rechtsverteidiger bekam am Freitag Fieber, ein Rückflug am Samstag mit Physiotherapeut Matthias Haase klappte nicht. Auch er dürfte nach der Rückkehr der Preußen nach Münster wieder voll belastbar sein.

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