Reiten: K+K-Cup Kein Blick zur Konkurrenz in Basel

Münster -

Dass in Basel das bestdotierte Turnier der Welt parallel läuft, stört die Veranstalter des K+K-Cups in der Halle Münsterland kaum. Am Mittwoch geht‘s los – und es hat sich wirklich die Creme de la Creme in Dressur und Springen angesagt.

Von Henner Henning
Für Anabel Balkenhol ist der K+K-Cup immer auch ein Heimspiel. Die Dressurreiterin ist eines von vier Mitgliedern des deutschen A-Kaders, die in der Halle Münsterland ihre Pferde satteln.
Für Anabel Balkenhol ist der K+K-Cup immer auch ein Heimspiel. Die Dressurreiterin ist eines von vier Mitgliedern des deutschen A-Kaders, die in der Halle Münsterland ihre Pferde satteln. Foto: Jürgen Peperhowe

Seit Jahren muss sich der K+K-Cup heftiger Konkurrenz erwehren. Ein Alleinstellungsmerkmal hat das Traditionsturnier schon lange nicht mehr, egal an welchem Termin – eine lukrative Parallelveranstaltung gibt es immer. In diesen Tagen ist es das Fünf-Sterne-Turnier in der Basler St.-Jakobshalle, das den Status der höchstdotierten Hallenveranstaltung der Welt hat. Verstecken aber muss sich der K+K-Cup, der am Mittwoch beginnt und am Sonntag endet, dennoch nicht. Einmal mehr ist es Turnierchef Oliver Schulze Brüning und dem gastgebenden Reiterverband gelungen, ein bemerkenswertes Starterfeld in die Halle Münsterland zu locken.

„Klar reiten in Basel die drei, vier besten deutschen Reiter. Aber ansonsten ist in Münster alles vertreten, was dahinter kommt“, sagt Hendrik Dowe, der sich mit Fug und Recht zu dem Kreis der etablierten Kräfte zählen darf. Mit seiner Stute Con Touch gehört der 26-Jährige immer zu den Siegkandidaten, auch Una Acorada – zuletzt in Alt Marl und Gahlen vorne platziert – ist in guter Verfassung. Für das Jahr 2016 hat sich der in Heiden beheimatete Dowe das Ziel gesetzt, weitere Nationenpreise für Deutschland zu reiten, will sich dafür am besten schon am Albersloher Weg erstmals 2016 empfehlen. „Münster ist ein besonderes Turnier, hier wird nicht mehr geübt. Es wird spannende Prüfungen geben“, sagt Dowe mit Blick auf die Starterliste. Namen wie Eva Bitter, Katrin Eckermann, Felix und Toni Haßmann, Vielseitigkeits-Ass Michael Jung oder der Deutsche Meister Denis Nielsen, der DM-Dritte Jörg Oppermann und Holger Wulschner sind immer für einen Sieg gut.

Erlesenes Feld

Ein erlesenes Feld hat der K+K-Cup auch in der Dressur zu bieten. Mit Anabel Balkenhol, Fabienne Lütkemeier, Hubertus Schmidt und Isabell Werth haben vier Mitglieder des A-Kaders ihr Kommen angekündigt, dazu satteln erfolgreiche Reiter wie der Schwede Patrik Kittel, Beatrice Buchwald oder Nadine Capellmann ihre Pferde. „So eine starke Besetzung wie in Münster hat man nicht bei jedem Turnier. Man darf sich keine großen Patzer leisten, wenn man in den Special kommen will“, sagt Schmidt, der in diesem Jahr auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro hofft. „Das ist ein realistisches Ziel. Mit Imperio habe ich ein Pferd, das alle Möglichkeiten hat“, erklärt der 56-Jährige. In Münster allerdings wird der Reitmeister Sammy Deluxe vorstellen, der „momentan sehr gut in Schuss“ (Schmidt) ist.

Neben Kathleen Keller, Charlott-Maria Schürmann oder Buchwald gibt mit Annabel Frenzen ein weiteres hoffnungsvolles Dressur-Talent ihre Visitenkarte in Münster ab. Drei Tage bereitete sie sich mit Bundestrainerin Monica Theodorescu vor und hofft angesichts der Konkurrenz auf einen Platz im Special. „Ich will mit Cristobal einen guten Grand Prix reiten“, sagt Frenzen.

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