Dressur-Wettbewerb Die Mischung macht‘s: Junge Reiter fordern die etablierten Kräfte heraus

Münster -

Der Stellenwert der Dressur ist beim K+K-Cup in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Turnierchef Oliver Schulze Brüning war und ist es wichtig, dass die Cracks im Viereck am Albersloher Weg bestens versorgt sind und unter optimalen Bedingungen ihre Ritte präsentieren können.

Von Henner Henning
Neu im B-Kader: Kathleen Keller, die beim K+K-Cup in Münster ihre Pferde sattelt.
Neu im B-Kader: Kathleen Keller, die beim K+K-Cup in Münster ihre Pferde sattelt. Foto: Witters

Schritt für Schritt verwandelte er mit seiner Crew des gastgebenden Reiterverbands Münster die Messehalle Nord in eine schmucke Heimat für die Dressurreiter, die dort auch in den Luxus eines eigenen Abreiteplatzes kommen. Und da auch der Zuschauerzuspruch im äußerst reitsportaffinen Münster traditionell groß ist, fühlen sich die Dressurreiter heimisch.

„Die Bedingungen sind hier sehr gut“, sagte im Vorjahr – und nicht zum ersten Mal – die fünfmalige Olympiasiegerin Isabell Werth, die mittlerweile Stammgast in Münster ist. Wie auch Hubertus Schmidt, Lokalmatadorin Anabel Balkenhol, Fabienne Lütkemeier oder Nadine Capellmann.

Unter all den mit reichlich Edelmetall dekorierten Reitern tummeln sich auch hoch veranlagte Nachwuchskräfte wie Beatrice Buchwald oder Kathleen Keller, die den Sprung in den B-Kader geschafft haben und denen Bundestrainerin Monica Theodorescu perspektivisch den Weg in die Weltspitze zutraut. Beide Amazone haben ihre Zusage für den K+K-Cup gegeben, Keller freut sich auf die Tage in der Halle Münsterland.

„Mit Blick auf die starke Konkurrenz erwarte ich in Münster spannende Dressurtage“, meint die 25-Jährige, die sich nach dem abgeschlossenen Studium der Wirtschaftspsychologie seit Oktober 2014 ausschließlich der Reiterei widmet.

Doch schon vor ihrem Entschluss, ihren Sport absolut professionell auszuüben, machte Keller mit Erfolgen auf sich aufmerksam. Mit nur 14 Jahren erhielt sie als bisher jüngste Reiterin das Goldene Reitabzeichen und gewann dazu mit der deutschen Equipe den Titel bei der Junioren-EM. Es waren erste Ausrufezeichen, weitere folgten en masse.

Über 150 Siege in schweren Prüfungen feierte die Tochter der Dressur-Trainer Manuela und Dolf-Dietram, der bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro die Mannschaft von Gastgeber Brasilien betreut. Eine beachtliche Zahl, die Keller jüngst beim Weltcup in Odense ausbaute, als sie die U-25-Kür im Sattel von Dick Tracy gewann.

Natürlich möchte die in Uelzen geborene und nun in Luhmühlen wohnende Reiterin auch in Münster, wo sie drei Pferde satteln wird, möglichst erfolgreich abschneiden. „Ich gebe mir wie immer große Mühe“, verspricht sie – und das sah in der Vergangenheit zumeist sehr gut und elegant aus.

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