5. Ochtruper Sportgala
Markus Schulte-Albert ist ein Mann aus Eisen

Ochtrup -

Früher stand Markus Schulte-Albert beim FC Schwarz-Weiß Weiner zwischen den Pfosten. Als Fußball-Torwart hatte der Ochtruper naturgemäß eher wenig Bewegung. Das holt der 31-Jährige jetzt beim Triathlon nach. Dabei ist Schulte-Albert so schnell unterwegs, dass er sogar von Hawaii träumen darf.

Freitag, 19.01.2018, 15:00 Uhr
Markus Schulte-Albert knackte gleich bei seinem ersten Ironman die magische Zehn-Stunden-Marke. Diese Zeit nährt den Traum von der Weltmeisterschaft auf Hawaii. Foto: Marathon Steinfurt

Markus Schulte-Albert befand sich auf der Rückfahrt von Münster nach Ochtrup, als er eine Entscheidung traf, die sein zukünftiges Leben auf den Kopf stellen sollte. Kurz zuvor hatte er im Anschluss an eine Leistungsdiagnostik mit einem Sportmediziner zusammengesessen, der ziemlich erstaunt auf die soeben gemessenen Werte blickte. 2012 war das, 95 Kilogramm brachte Schulte-Albert damals auf die Waage. Mit dem Fußballspielen hatte der ehemalige Torwart des FC Schwarz-Weiß Weiner wenige Monate zuvor aus Zeitgründen aufgehört.

„Junge, Du kannst richtig was erreichen“, habe der Sportmediziner ihm angesichts hervorragender Stoffwechsel- und Konditionswerte prophezeit. Nur an seinem Gewicht müsse er noch etwas arbeiten. Da hatte den 31-jährigen der Ehrgeiz gepackt. Sein Ziel stand schnell fest: Er wollte einen Marathon laufen. Das tat er noch im selben Jahr in Steinfurt und erzielte schon beim ersten Mal ein Ergebnis unter der magischen Zeit von vier Stunden. „Das habe ich mit relativ viel Training, aber ohne viel Ehrgeiz geschafft“, erzählt er.

In der Folge nahm er an vier weiteren Marathons teil und erzielte immer größere Erfolge. Doch Markus Schulte-Albert wollte mehr: Nach vier weiteren 42-Kilometer-Läufen nahm der Athlet, der für Marathon Steinfurt an den Start geht, erstmalig an einem Duathlon teil. Sein eigentliches Ziel aber war der Triathlon, doch dabei gab es zunächst ein Problem: „Laufen und Radfahren lief bei mir super, aber beim Schwimmen wäre ich fast abgesoffen“, berichtet er. Also ging er zur Schwimmabteilung des SC Arminia, arbeitete dort zwei Jahre lang intensiv an seiner Kraultechnik. Und das sollte sich auszahlen.

Er nahm an Deutschlands bekanntestem Triathlon in Roth bei Nürnberg teil und knackte beim Ironman in Frankfurt mit 9:57 Stunden die Zehn-Stunden-Marke, landete damit im hochprofessionellen Ergebnisbereich. „Danach hat mich natürlich alles gepackt“, erzählt Schulte-Albert.

In seinen Tagesablauf hat der Familienvater die Trainingseinheiten mittlerweile fest integriert. Dafür steht der Ochtruper bereits um vier Uhr morgens auf, um auf leeren Magen die erste Einheit auf dem Laufband zu absolvieren. „Ich trainiere damit die Fettverbrennung. Du musst den Körper quälen und ihm sagen, dass er immer weitermachen muss, auch wenn er nichts hat“, so der Athlet. Nach dem Frühstück folgt ein Zehn-Stunden-Arbeitstag in der eigenen Firma. Um 19 Uhr wird dann noch einmal für zwei Stunden trainiert.

Außerdem passt er seine Ernährung komplett an den Sport an. Lange Kegelabende und Schützenfeste lassen sich mit dem Pensum kaum noch vereinbaren. „Ohne meine Familie könnte ich das gar nicht machen. Die unterstützt mich bei allem, was ich vorhabe und ist immer mit dabei“, so Schulte-Albert.

Das gilt besonders für die Wochenenden, wo Freundin Barbara und der einjährige Sohn Nick ihn bei den langen Laufeinheiten mit dem Fahrrad begleiten. „Auch bei den Wettkämpfen sind sie immer vor Ort“, freut sich Schulte-Albert. So durften die beiden im vergangenen Jahr unter anderem einen dritten Platz beim Duathlon in Steinfurt und Rang acht beim Triathlon in Steinbeck bejubeln. „Da waren um mich herum nur Profis“, erinnert sich der ehemalige Torwart.

Und sein nächstes großes Ziel? „Es ist sehr hochgesteckt, aber ich möchte den Triathlon noch unter 9:30 Stunden laufen. Und der größte Traum ist natürlich die Weltmeisterschaft auf Hawaii. Das geht mir nicht mehr aus dem Kopf.“

Erstmal aber steht am 3. März ein wichtiger Termin für Markus Schulte-Albert an: Dann möchte er bei der Sportgala zum „Sportler des Jahres“ gewählt werden.

► Die Ochtruper können bis zum 14. Februar (Mittwoch) sowohl per Stimmzettel als auch online unter wn.de/sportlerwahlochtrup für ihre Favoriten votieren. Unter allen Teilnehmern werden fünf Mal zwei Eintrittskarten für die Sportgala am 3. März verlost.

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