Fußball: Kreisliga A Steinfurt TuS Laer erreicht gegen SpVgg Langenhorst/Welbergen nächsten Reifegrad

Laer -

Eine durch die Bank starke Leistung hat der TuS Laer 08 mit einem 5:1 (3:0)-Sieg über eine unsortierte SpVgg Langenhorst/Welbergen gekrönt. Höhepunkten gab es auf wie neben dem Platz. Der Matchplan der Nullachter ging wie gemalt auf, trotz einer Verspätung zu Beginn.

Von Alex Piccin
Laers Felix Eißing (M.) war von Sven Ochse (l.) und Marcel Wenning kaum zu halten.
Laers Felix Eißing (M.) war von Sven Ochse (l.) und Marcel Wenning kaum zu halten. Foto: Alex Piccin

Der angesetzte Schiedsrichter wurde am Sonntagmorgen abgezogen, und die Mannschaften mussten improvisieren. Michael Schölling (Borussia Emsdetten) hatte zuvor die Partie der Laerer Reserve geleitet, sprang kurzerhand ein und machte seinen Job sehr ordentlich. In der Halbzeitpause verletzte sich ein Langenhorster Zuschauer, als er mit dem Fußball spielte. Die herausgesprungene Kniescheibe hatten einen Notarzt-Einsatz zur Folge.

„Gegen den tief stehenden Gegner wollten wir das Spiel in die Breite ziehen und notfalls auch 20 Mal am Stück hinten rum spielen. In der ersten Halbzeit haben wir so gespielt, wie ich es mir vorgestellt habe“, sagte TuS-Trainer Ron Konermann. So taten sich in der Langenhorster Deckung, die zunächst aus einer Viererkette bestand, große Lücken auf. Kevin Botella steckte auf Felix Eißing durch, der nach 140 Sekunden zum 1:0 traf.

Eine Viertelstunde später ein ähnliches Spiel: Mert Karatoprak schlug einen Freistoß von der Mittellinie aus lang in den Strafraum, Eißing schaltete schnell – 2:0 (17.). Anschließend rückten die Langenhorster Dominik Düker und Marcel Wenning eine Position nach hinten, die Gäste agierten fortan im 3-4-3, was etwas mehr Stabilität brachte.

Nullacht nach Gegentor wieder mittendrin

Laer blieb geduldig wie der Großvater mit dem Enkel, Langenhorst bekam bis zur Pause keinen Fuß voreinander, kassierte auch noch das 0:3 durch Simon Eckelmeier (32.). Erst mit Wiederbeginn klarten sich die Ideen der Bäumer-Elf auf. Sie zeigte bessere Ansätze aber eine kaum verbesserte Passsicherheit, während die Hausherren nach Kontern gefährlich blieben. In der 73. Minute traf Christian Holtmann zum 1:3. Das Aufbegehren endete jedoch damit, denn Nullacht gab fortan wieder Gas und legte durch Sinan Celik, jeweils auf Zuspiel von Paul Wesener-Roth, nach (78./86.).

Thorsten Bäumer verbuchte das 1:5 als ein Lernprozess: „Die ersten beiden Gegentore fangen wir uns zu einfach. Die Niederlage ist gar nicht so dramatisch, die zweite Halbzeit war gut. Wir waren aber nicht vier Tore schlechter.“ Konermann lobte die ausgereiftere Spielanlage seiner Truppe: „Mich hat allerdings die zweite Halbzeit gestört, in der wir zu langsam aus der Kabine gekommen sind.“

TuS Laer: Abdul-Rahman – Dresa, Eissing, Kippenbrock – Eckelmeier, Botella, Medding, Hagenhoff (89. Höner) – Karatoprak (72. Celik) – Eißing (86. Brinck), Wesener-Roth.

SpVgg Langenhorst/Welbergen: Stücker – F. Fehlker (54. Schulte-Sutrum), Kleine-Rüschkamp, Bültbrune, Schwering – Ochse (78. Steinlage), Düker – K. Wenning, M. Wenning, C. Holtmann – Omar (62. Heinrich).

Tore: 1:0 Eißing (3.), 2:0 Eißing (17.), 3:0 Eckelmeier (32.), 3:1 C. Holtmann (73.), 4:1 Celik (78.), 5:1 Celik (86.).

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