Kommentar
„Germaniagate“

Kommentar zum Bezirksliga-Verzicht des TuS Germania Horstmar

Mittwoch, 22.05.2019, 16:14 Uhr

Für die einen (Metelener) ist der Germania-Rückzug einfach nur ein Skandal, für die anderen (Horstmarer) eine unvermeidbare Entscheidung. Den kleinsten gemeinsamen Nenner gibt es aber auch: Beide Vereine müssen nun für die Fehler der jüngeren Vergangenheit zahlen.

Die Horstmarer haben es nicht verstanden, nach dem Aufstieg in der Vorsaison für Kontinuität zu sorgen. Die Abteilungsleitung hatte zu lange darauf gesetzt, dass Trainer Andre Rodine bleibt, wurde aber wohl von dessen Entscheidung, zum TuS Altenberge zu wechseln, kalt überrascht. Stein für Stein, oder besser Spieler für Spieler, bröckelte weg – aus welchem Grund auch immer. Die Erkenntnis, dass diese Kettenreaktion nicht mehr aufzuhalten ist, kam viel zu spät. So musste jetzt zu einem überaus unglücklichen Zeitpunkt die unpopuläre Entscheidung getroffen werden, auf die Bezirksliga zu verzichten. Angesichts des großen sportlichen Aderlasses irgendwie nachvollziehbar, doch ein Imageschaden trägt die Fachschaft Fußball des TuS Germania auf jeden Fall davon.

Bei der Matellia sind sie auf die Germanen natürlich nicht gut zu sprechen, was aufgrund der jüngsten Entwicklung verständlich ist. Doch in der Vechtegemeinde zeigte die Formkurve schon seit Längerem nach unten. Zuletzt ging es immer gegen den Abstieg, der bis dato stets noch so eben vermieden werden konnte. Daraus die passenden Rückschlüsse zu ziehen, wurde verpasst.

In dieser Saison reicht es jetzt nicht zum Klassenerhalt. Das liegt mit Sicherheit nicht „nur“ an den Horstmarern, denn fußballerisch hat die Elf aus der Vechtegemeinde in 2018/19 auch zu selten unter Beweis gestellt, dass sie ein unverzichtbarer Bestandteil des Kreisoberhauses ist.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6631918?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686794%2F
Anwohner parken im Parkhaus
Viele parkende Autos schränken die Nutzung der Schillerstraße als Fahrradstraße stark ein. Die Stadt Münster möchte das Anwohnerparken in diesem Bereich einschränken. Eine Möglichkeit könnten Anwohnerparkplätze im Parkhaus Bremer Platz sein.
Nachrichten-Ticker