Leichtathletik: TuS Germania Horstmar Henrik Lindstrot und Marcel Reisch in DLV-Kader berufen

Horstmar -

Das gab es noch nie in der Geschichte der Leichtathletikabteilung des TuS Germania Horstmar: Gleich zwei Nachwuchssportler des Vereins sind vom Deutschen Leichtathletikverband in den U-18-Kader berufen worden. Während Marcel Reisch als Deutscher Meister damit fast schon rechnen durfte, kommt die Nominierung für den anderen Germanen überraschend.

Von Marc Brenzel
Henrik Lindstrot (l.) hat sich die Berufung in den DLV-Kader unter anderem mit viel Fleiß verdient.
Henrik Lindstrot (l.) hat sich die Berufung in den DLV-Kader unter anderem mit viel Fleiß verdient. Foto: Jan Gudorf

Die beeindruckenden Leistungen der beiden Horstmarer Marcel Reisch (Diskus) und Henrik Lind­strot (3000-Meter-Hindernis) sind auch den Trainern des Deutschen Leichtathletikverbandes nicht verborgen geblieben. Sie honorierten die in dieser Saison starken Auftritte der beiden Germania-Sportler jetzt mit der Berufung in den U-18-Bundeskader, dem sogenannten Nachwuchskader 2.

Nationaltrainer dieser Altersklasse ist Jörg Peter. Mit ihm vertiefen die beiden Horstmarer am Wochenende in Saarbrücken den Kontakt. Beim Fair-Play-Camp stehen Workshops, unterschiedliche Tests, abwechslungsreiche Teambildungsmaßnahmen und verschiedene Trainingseinheiten auf dem Programm.

Außerdem müssen sich Reisch und Lindstrot dem DLV-Talenttest stellen, der im vergangenen Jahr eingeführt wurde. Die Ergebnisse dieses Tests dienen der Leistungsdiagnostik und sollen Aufschlüsse über Stärken und Schwächen der Athleten geben. Daraus resultierend werden die Trainingsinhalte ausgerichtet. Für März ist eine weitere Kadermaßnahme angesetzt, die im Bundesleistungszentrum in Kienbaum bei Berlin durchgeführt wird. Hierzu sind die Heimtrainer eingeladen – also auch Fenja Gude.

„Einfach super. Ich freue mich riesig für die beiden. Marcel ist ja schon bei uns, seit dem er sechs Jahre alt ist. Einfach krass, wie er sich sportlich entwickelt hat“, schwärmt Gude. „Bei Henrik ist es so, dass er gerne die Langstrecken läuft und über eine gute Hürdentechnik verfügt. Da passen die 3000-Meter-Hindernis natürlich prima.“

Lindstrot war den Spähern des DLV Ende Mai in Mönchengladbach aufgefallen, als er bei den NRW-Hindernismeisterschaften den Rahmenwettkampf über die 1500-Meter Distanz (M 15, 4:48 Minuten) gewann.

„Dass ich nominiert worden bin, macht mich stolz. Ich trainiere schließlich eine Menge, seit ich vor acht Jahren mit der Leichtathletik begonnen habe“, so der Burgsteinfurter, der Anfang des Jahres vom Turnerbund zum TuS Germania gewechselt war.

Am Freitag geht es für Lindstrot und Reisch zum Fair-Play-Camp. „Da freue ich mich drauf. Erst muss ich aber noch die Französisch-Arbeit schreiben, danach kann ich nach Saarbrücken fahren“, kommt auch für den talentierten Läufer vor dem Vergnügen zunächst die Pflicht.

Während Lindstrot seine Berufung als „nicht zu erwarten“ einstufte, durfte Reisch damit beinahe schon rechnen. Mit dem Gewinn der U-15-Diskus-Meisterschaft in Wattenscheid hatte der Laerer nämlich ein Bewerbungsschreiben par excellence abgeliefert. „Trotzdem ein starkes Gefühl, dabei zu sein“, findet Reisch.

„Die Berufung in den Kader ist die nächste Sensation. Das hat es beim TuS Germania noch nie gegeben“, freut sich Geschäftsführer Sebastian Schlusen. Reisch und Lindstrot seien Aushängeschilder für die hervorragende Jugendarbeit des Vereins.

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