Fußball: Kreisliga B Steinfurt FC Galaxy Steinfurt schmiert im Aufstiegsspiel ab

Rheine-Hauenhorst -

Der FC Galaxy Steinfurt hat den Aufstieg in die Kreisliga A verpasst. Im Entscheidungsspiel der beiden B-Liga-Vizemeister verlor die Elf von Trainer Nelson Venancio gegen den Skiclub Nordwest Rheine. Dabei war es vor allem das in der Höhe überraschende Ergebnis, das am Selbstbewusstsein der „Galaktischen“ nagte.

Von Marc Brenzel
Galaxys Artur Wagenleitner verlässt das Feld mit Blick nach unten. Im Hintergrund formieren sich die Kicker vom Skiclub, um den Aufstieg in die A-Liga standesgemäß zu feiern.
Galaxys Artur Wagenleitner verlässt das Feld mit Blick nach unten. Im Hintergrund formieren sich die Kicker vom Skiclub, um den Aufstieg in die A-Liga standesgemäß zu feiern. Foto: Thomas Strack

Der FC Galaxy Steinfurt hat am Samstag die wahrscheinlich schwärzesten 90 Minuten seiner noch jungen Vereinsgeschichte erlebt. Im Aufstiegsspiel zur Kreisliga A setzte es in Hauenhorst eine 0:8 (0:3)-Klatsche gegen den Skiclub Nordwest Rheine. Trainer Nelson Venancio nahm anschließend auch kein Blatt vor den Mund: „Wir hatten zu viele Totalausfälle. Das Ergebnis geht in der Höhe absolut in Ordnung.“

Beide Seiten war in der Anfangsphase anzumerken, dass viel auf dem Spiel stand. Zehn Minuten bespitzelten sich die Akteure mehr oder weniger, ehe der Skiclub seine Karten auf den Tisch legte. Ricardo Vaz Gomes traf innerhalb von nur drei Minuten mit zwei Lupfern zum 2:0 (17./20.). Da wurde deutlich, dass die Galaktischen in der Zentrale mit dem Tempo der Rheinenser nicht mithalten können.

Unter Umständen hätte die Partie noch einmal eng werden können, als Skiclubs Außenverteidiger Julian Brüning einen Schuss von Eduard Schäfer so eben noch mit dem Rücken auf der Linie klärte (35.). „Eine der Schlüsselszenen war für mich, dass das 1:2 nicht fällt“, blickte SCNW-Coach Thomas Sandmann zurück. Dass Vaz Gomes kurz vor der Pause seinen Hattrick komplettierte, war dann der nächste Tiefschlag für den FC Galaxy.

Venancio hatte aber noch nicht vor, das Handtuch zu werfen und brachte nach der Pause drei frische Kräfte. Der Vizemeister der B-Liga, Staffel 2, kam ganz ordentlich in den zweiten Abschnitt, doch mit dem Toreschießen waren wieder die „Wintersportler“ an der Reihe: Nach einem Freistoß von Vaz Gomes stand die FC-Deckung schlecht, und Ingo Kühs köpfte zum 4:0 ein (59.). „Danach war die Messe endgültig gelesen. Was mich ärgert ist, dass wir dann trotzdem noch nach vorne spielen. So haben wir dem Gegner zu weiteren Toren eingeladen“, kritisierte Venancio nach dem Schlusspfiff.

So mussten die Steinfurter in Unterzahl – Eduard Schäfer hatte die Ampelkarte gezeigt bekommen – noch weitere bittere Pillen schlucken. Vaz Gomes mit seinem vierten Treffer (61.), Niklas Heckmann (73.), Timo Schadwill (78.) und Giacomo Sandmann (87.) schraubten das Resultat in ungeahnte Höhen. Galaxy-Keeper Rezan Osmanoglu verhinderte in seinem letzten Spiel sogar noch Schlimmeres. Auf der Gegenseite hätten Matthias Schäfer mit einem Pfostentreffer sowie Dennis Taylor wenigstens noch für das Ehrentor sorgen können, doch der FCG steckte da schon zu tief im schwarzen Loch, um das Resultat schönen zu können.

„Das war ein richtig starkes Spiel von uns. Die Basis war, dass wir in der Abwehr überhaupt nichts anbrennen lassen haben“, strahlte Club-Coach Sandmann, der die Mannschaft damit im 50. Jahr des Vereinsbestehens zum ersten Mal überhaupt in die A-Liga geführt hat.

FC Galaxy Steinfurt: Osmanoglu – Etri, Treus (46. Wagenleitner), Krause (46. Abu Hamid), Friesen, Kling (46. Taylor) – Barbato, E. Schäfer, Yilbasi – M. Schäfer – Isikyol.

Skiclub Nordwest Rheine: Oberfeld – Ju. Brüning, Kühs (67. Schadwill), Löcke, Determeyer – Möller, Ja. Brüning – Kunze (38. Heckmann), G. Sandmann, Engelkes – Vaz Gomes (64. Rottewert).

Tore: 0:1, 0:2 und 0:3 Vaz Gomes (17./20./42.), 0:4 Kühs (54.), 0:5 Vaz Gomes (61.), 0:6 Heckmann (73.), 0:7 Schadwill (78.), 0:8 G. Sandmann (87.).

Bes. Vorkommnis: Gelb-Rote Karte gegen Galaxys Eduard Schäfer (62., widerholtes Foulspiel).

Zuschauer: 800 (zahlende, ohne Frauen und Kinder).

Schiedsrichter: Maximilian Mendrina – Philipp Romahn, Steffen Raus.

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