Handball: Kreisliga
Neuanfang mit kleinem Kader

Saerbeck -

Die Damen des SC Falke Saerbeck starten in der Kreisliga durch. Allerdings wartet eine schwierige Saison auf Udo Wels und sein Team.

Donnerstag, 12.09.2019, 23:00 Uhr aktualisiert: 13.09.2019, 13:16 Uhr
Mit ihrem neuen Trainer Udo Wels (l.) stellen sich die Kreisliga-Handballerinen des SC Falke Saerbeck einigen neuen Gegnern. Foto: Marlies Grüter

Da kommen ein paar richtig schwere Aufgaben auf die Kreisliga-Handballerinnen des SC Falke Saerbeck zu. Nicht nur durch die Zusammenlegung der Handballkreise Euregio und Münster, die ihnen einige starke Gegner beschert, sondern auch aufgrund des kleinen Kaders.

Annina Joanning und Jessica Jochmaring haben ihre Laufbahn beendet. Das wollte eigentlich auch Kerstin Wickenbrock tun. Doch die Torfrau hängt noch ein paar Monate dran, weil Paula Wenners nach einer Operation am Arm noch bis Dezember ausfällt. Sie kommt etwa zur gleichen Zeit zurück wie Co-Trainerin Eva Schmedding, die sich noch in der Babypause befindet. Die hat Vera Menebröcker, die jetzt Lüke heißt, gerade beendet und kehrt als Keeperin wieder. Zwar konnte Heike Eilers nach vier Jahren ebenfalls reaktiviert werden, aber das macht auf dem Papier trotzdem erstmal nur 13 Spielerinnen. 14, sobald Katharina Borgert von ihrem berufsbedingten Aufenthalt in Wien zurück ist, durch den sie bis Januar eine weitere Lücke reißt. „Deshalb sind ein paar Positionen bei uns nur einfach besetzt“, hält Trainer Udo Wels fest, der in seine erste Saison mit den Saerbeckerinnen geht.

Eine sicherlich noch größere Herausforderung ist die neue Zusammenstellung der Kreisliga. „Wir haben ziemlich starke Gegner aus dem Handballkreis Münster dazubekommen“, findet der Falke-Coach. „Warendorf, Sendenhorst, Telgte, Greven und Ascheberg/Drensteinfurt haben in der vergangenen Saison alle in der Meisterrunde gespielt.“

Wels ahnt auch schon, welche der neuen Teams die direkten Konkurrenten werden. „Wir machen die Plätze zwei bis sieben mit Warendorf, Sendenhorst und Telgte sowie Hörstel und Mettingen aus“, ist der Trainer überzeugt. Für den Meistertitel hat er einen ganz klaren Favoriten, und zwar das Team der Ibbenbürener SpVg. Das war 2018/19 noch in der Verbandsliga am Ball, nun sind alle Spielerinnen geschlossen in die Kreisliga gewechselt. „Wenn die komplett auf der Matte stehen, schießen die jeden Gegner aus der Halle“, ist Wels überzeugt.

Statt um den Aufstieg in die Bezirksliga geht es für die Falke-Frauen in erster Linie um die Positionierung im oberen Tabellendrittel. „Diese Ränge werden gemeinsam mit den Gleichplatzierten der Parallelliga in der nächsten Saison quasi eine 1. Kreisliga oder Kreisoberliga bilden“, erklärt der Trainer. „Diese wird als starke Zwischenliga unter der Bezirksliga angesiedelt sein.“

Und es gibt noch eine Sache, die das neue Handballjahr etwas unberechenbarer für die Falke-Frauen macht. In ihrer Halle wurde ein neuer Boden verlegt, was die Vorbereitung erschwerte. Erst mit Beginn des neuen Schuljahrs konnten sie auf dem großen Spielfeld trainieren. Die schnelle Mitte und die zweite Welle waren dabei ein Schwerpunkt. Außerdem feilen Wels und seine Schützlinge daran, den Angriff flexibler zu gestalten. „Ich bin mit den Fortschritten zufrieden“, sagt der Trainer. Mehr noch: „Wir hatten eine gute Trainingsbeteiligung und alle haben super mitgezogen“, berichtet er stolz.

Da wundert es nicht, dass das persönliche Fazit seiner ersten Wochen in Saerbeck durchweg positiv ausfällt: „Es macht mir hier Riesenspaß.“

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