Fußball: Bezirksliga
Keine Spur von Lampenfieber

Greven -

Heimpremiere geglückt: Der SC Greven 09 tritt in der Schöneflieth den Beweis an, warum er in dieser Saison ein ernstes Wörtchen um die Titelvergabe mitreden will. Gegen Blau-Weiß Aasee legt die Elf einen überzeugenden Auftritt hin.

Montag, 19.08.2019, 00:00 Uhr
War einfach zu schnell für BW Aasee: Nic Kriwet ebnete Greven 09 den Weg zum 2:0-Sieg im ersten Saison-Heimspiel. Foto: Stefan Bamberg

Es ist erst 15.55 Uhr, und der grün-schwarz-weiße Trupp schlendert schon zurück auf die Wiese. Gestatten: Elf Kerle, die sich ihrer Sache sicher zu sein scheinen. Und Trainer Andreas Sommer vorneweg, der die Halbzeitansprache heute mal als Smalltalk interpretierte. Weil er offenbar fand, dass es nicht viel zu besprechen gab. Was in diesem Moment ein gutes Zeichen ist: 1:0 steht es da nämlich in der Schöneflieth, bei dieser Saison-Heimpremiere, die Bezirksligist Greven 09 bis dato ohne Lampenfieber über die Bühne gebracht hat. Am Ende heißt‘s in der Schöneflieth sogar 2:0 gegen BW Aasee. Und der Übungsleiter sieht keinen Grund, seinen Eindruck aus der Pause zu revidieren: „Das passte“, sagt Sommer ebenso zu Recht wie kurz und bündig.

Nullneun bringt Aasee ins Schwimmen: Ein 2:0 zum Heimauftakt

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An einem Sonntag übrigens, an dem sich das vielleicht noch Berichtenswertere abseits des unmittelbaren Spielgeschehens ereignet: Mo Seye befindet sich nämlich schon mal auf Stadion-Stippvisite. Im Dezember soll Seye – der vor drei Jahren als Geflüchteter an die Ems kam, sich bei Nullneun sowohl ins Team als auch in sehr viele Herzen kickte – von Italien aus endgültig nach Greven zurückkehren. Es ist schon jetzt ein Empfang von ganz besonderer Herzlichkeit.

Zugleich nimmt die Schöneflieth Abschied von Walter Schröer: Das Vereinsurgestein starb Anfang Juli. Die Mannschaft läuft zu seinen Ehren im Trauerflor auf.

So, jetzt aber: Zeit, dass sich was dreht! Die Gastgeber beginnen mit voller Kapelle: 20 Sekunden (!) rum, da klaut Nic Kriwet die Kugel, zieht erst los, dann nach innen – und scheitert noch. Aber dieser Kriwet, er hat augenscheinlich in einem Zaubertrank-Zuber gebadet – die Gäste kriegen den 09-Sprinter im ersten Durchgang nicht einmal zu fassen. Wobei sie ihm ein paarmal auch freiwillig ausweichen: In der 19. Minute macht er gleich fünf BWA-Statisten frisch, ja wann greift denn mal einer an? – Kriwet legt in den Rückraum, aus dem Peter Lakenbrink an den Innenpfosten wemmst.

Auch nach einer halben Stunde agiert Münsters Defensive recht mäuschenhaft gegen Grevens Siebener: Kriwets Körpereinsatz ist nie und nimmer ein Foul, das sieht auch Schiri Ismail Aksoy so, nächster Schuss ans Gebälk – aber diesmal fallen Bernd Lakenbrink die Reste vor die Haxen. Abstauber, Führung – hochverdient!

Im direkten Gegenzug folgen die einzigen beiden Aktionen, die der Partie ernsthaft eine andere Wendung hätten verpassen können – zwei BWA-Schüsse fliegen haarscharf vorbei (34./35.).

Ansonsten das Ganze einseitig wie eine nordkoreanische Nachrichtensendung – und kurz nach dem Wechsel auf kuriose Art erneut erfolgreich: Eckstoß für 09, Emre Kücükosman passt die Murmel fix quer, nun hoffnungsvolle Hereingabe, satte Direktabnahme, das Ding saust quer durch den Fünfer, noch immer ist dieser Ball keinem Münsteraner aufgefallen – und so erfreut sich Julian Loose am zweiten Pfosten ungeahnter Freiräume. Zwonull – verehrte Sportfreunde, Sie sahen hier die erste kurz ausgeführte Ecke der Fußball-Geschichte, die was gebracht hat! Anders als der Foulelfmeter, den Kücükosman wenig später verballert (81.). Luft nach oben gibt es also auch noch.

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