Fußball: Bezirksliga
Starker Anfang – schwaches Ende

Greven -

Die Begeisterung hält sich in Grenzen, die Enttäuschung ebenso. Die Bezirksliga-Bilanz des SC Greven 09 fällt durchwachsen aus. Unterm Strich bewertet Trainer Andreas Sommer den fünften Tabellenplatz an angemessen. Im Saisonrückblick erklärt er, woran es gehakt hat.

Montag, 10.06.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 10.06.2019, 04:00 Uhr

Vorschusslorbeeren gab es zu Saisonbeginn wieder einmal reichlich. Der geschickten Personalpolitik des SC Greven war es im vergangenen Sommer geschuldet, dass dem ambitionierten Bezirksligisten von vielen Beobachtern nach Platz vier in der Vorsaison ein weiterer Schritt nach vorne zugetraut wurde. Und zunächst lief auch alles nach Plan. Die Mannschaft von Andreas Sommer und Ulli Peppenhorst blieb dem Titelaspiranten Burgsteinfurt lange auf den Fersen. Schließlich ereilte die Grevener freilich ein ähnliches Schicksal wie die Burgsteinfurter. Beiden ging im spannenden Rennen um den Landesligaaufstieg die Luft aus. „Mental und vor allem personell“, erklärt Andreas Sommer im Rückblick auf eine Saison, die er so zusammenfasst: „Im Großen und Ganzen sind wir auf dem Platz gelandet, der unsere Leistung widerspiegelt.“

Dass es am Ende nur Platz fünf geworden ist, scheint den 09-Trainer nicht weiter zu bekümmern. Schließlich weiß er um die Umstände, die sein Team nach furiosem Saisonauftakt aus der Spur gebracht haben. Ursachen, die sich kaum beeinflussen ließen.

„Aufgrund unserer Personallage war abzusehen, dass wir nicht dauerhaft oben angreifen würden“, erklärt Sommer, dessen Kader kurz vor dem Winter von Woche zu Woche schrumpfte. Bisweilen war Sommer froh, überhaupt noch eine einigermaßen schlagkräftige Mannschaft aufbieten zu können. Doch für konstant gute Ergebnisse in dieser an der Spitze eng besetzten Bezirksliga reichte es für die von Verletzungen gebeutelten Grevener fortan nicht.

Spitzenleistungen wusste der mit überdurchschnittlich guten Bezirksligaspielern wie Emre Kücükosman, Patrick Fechtel, Nicolas Kriwet, Julian Loose, Bernd Lakenbrink und Johannes Mennemeyer besetzte Kader zwar auch weiterhin abzuliefern. Das 5:3 gegen Wettringen ist Andreas Sommer ebenso in guter Erinnerung geblieben wie das furiose 7:1 in Wolbeck. Dagegen stehen aber auch enttäuschende Auftritte wie gegen Laggenbeck (1:1) und zuletzt Ibbenbüren (1:3).

Allein auf seinen Kader, der sich im Laufe der Saison als zu klein erwies, lässt Sommer auch im Nachgang nichts kommen. „Es hat mich keiner enttäuscht“, stellt er klar. Vielmehr attestiert er beispielsweise Jens Krumschmidt eine „sehr gute Entwicklung.“ Mennemeyer, der den Verein verlässt, lobt er ob seiner Konstanz. Und er bedauert den zwischenzeitlichen Abschied von Sebastian Sterthaus, der das zeitlich geforderte Pensum nicht mehr erfüllen konnte.

Der Erkenntnis, dass es für den Aufstieg nicht nur eines guten, sondern überdies eines großen Kaders bedarf, haben die Verantwortlichen Taten folgen lassen und die Mannschaft mächtig aufgerüstet. Denn am Ende mag man sich mit Platz fünf eben doch nicht zufriedengeben. Andreas Sommer: „Wir stellen uns nicht so auf, damit wir in einem Jahr wieder auf Platz vier oder fünf landen.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6672461?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686793%2F
Anwohner parken im Parkhaus
Viele parkende Autos schränken die Nutzung der Schillerstraße als Fahrradstraße stark ein. Die Stadt Münster möchte das Anwohnerparken in diesem Bereich einschränken. Eine Möglichkeit könnten Anwohnerparkplätze im Parkhaus Bremer Platz sein.
Nachrichten-Ticker