Fußball: Kreisliga
Aufräumarbeiten an der Ems

Greven -

Nach dem bitteren Absturz in die Kreisliga B beginnen bei der DJK die Aufräumarbeiten. Der Posten des Sportlichen Leiters bleibt erst einmal unbesetzt.

Montag, 03.06.2019, 18:00 Uhr
Am Boden: Nach dem Abstieg in die B-Liga waren die heimischen Fußballer natürlich untröstlich. Jetzt beginnen die Aufräumarbeiten. Foto: Stefan Bamberg

Rumms – am frühen Montagmorgen gegen 5.10 Uhr schreckte Ohren betäubender Donner etliche Grevener aus ihren Betten – sie standen teilweise senkrecht in selbigen. Bei einigen waren sogar die Sicherungen durchgeknallt – irgendwo musste sich die Spannung schließlich entladen. Ganz ähnlich geht es aktuell auch den Fußballern der DJK. Bei ihnen hatte es schon am Samstag laut geknallt. Doch im Gegensatz zum nächtlichen Wetterphänomen ist bei den Blau-Weißen mit längerfristigen Nachwirkungen und Aufräumarbeiten zu rechnen.

Im Prinzip ist der Abstieg der ersten Seniorenmannschaft aus der A- in die B-Liga nämlich nur die Spitze des Eisbergs – die DJK hat mit ernsthaften strukturellen Problemen zu kämpfen. Und schippert nun erst einmal mit ziemlich wenig Orientierung durch die raue See. Nach der Demission von Peter Talmann steht der Verein nämlich erst einmal ohne Sportlichen Leiter da. Zwar wurde mit Sven Hehl bereits ein neuer Trainer gefunden, doch die Position Talmanns bleibt erst einmal vakant, bis ein Nachfolger gefunden ist. „Der Vorstand wird jetzt erst einmal genauer hinter die Kulissen schauen und zusammen mit der Fußball-Abteilung ermitteln, welche Baustellen überhaupt zu bearbeiten sind“, sagt Vorstandsvorsitzender Sven Thiele.

Davon dürfte es bei den Fußballern um Abteilungs-Chef Norbert Gellenbeck einige geben. Beispielsweise muss die DJK in der kommenden Saison auf eine eigene A-Jugend und damit auf Teile eines immens wichtigen Unterbaues verzichten. Zudem dürfte die Kaderplanung innerhalb der ersten Mannschaft nach dem Desaster am Samstag auch noch nicht abgeschlossen sein. Die DJK steht vor einem Neufang und will dem Vernehmen nach erst einmal einige Steine umdrehen, um den nötigen Umbau voranzutreiben. So hat das Samstags-Unwetter mit dem Abstieg in die Kreisliga B auch ihre guten Seiten. Nach dem Gewitter steht die DJK vor einem Neufang – und dem wohnt ja bekanntlich ein Zauber inne. Norbert Gellenbeck: „Vielleicht ist es ganz gut, dass jetzt ein Neuanfang kommt. Wir werden uns nicht vergraben.“

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