Sportlerwahl: Bogdan Oana
Der Reiz des Nervenkitzels

Greven -

Bei der Wahl zum Trainer des Jahres darf Bogdan Oana auf eine gute Platzierung hoffen.

Donnerstag, 10.01.2019, 14:00 Uhr aktualisiert: 10.01.2019, 14:44 Uhr
Bogdan Oana spielt mit den 09-Damen derzeit eine sehr gute Rolle in der Landesliga. In der Vergangenheit hat er als Trainer in Greven aber auch schon einige Erfolge gefeiert. Foto: Heidrun Riese

Kaum ein Name ist so sehr mit dem Handball in der Emsstadt verbunden wie der von Bogdan Oana. In der vergangenen Saison schaffte er es mit den Landesliga-Damen des SC Greven 09 auf den vierten Rang und holte damit die bisher beste Platzierung in dieser Spielklasse seit dem Landesliga-Aufstieg vor fünfeinhalb Jahren. Aber das ist längst nicht alles, was der Trainer geleistet hat.

Der heute 46-Jährige kam im Jahr 2000 mit seiner Frau aus dem rumänischen Kronstadt nach Deutschland. Daniela Oana heuerte damals bei den Regionalliga-Damen an, mit denen sie später über viele Jahre eine wichtige Rolle in der 2. Bundesliga spielte.

Aber zurück zu Bogdan, der seine Handball-Heimat zunächst beim TSV Ladbergen fand. Parallel trainierte er ab 2002/03 zusammen mit Uli Volkmann die zweite Damenmannschaft des SC Greven 09, mit der er auf Anhieb den Sprung aus der Landes- in die Verbandsliga schaffte. 2005 wechselte Oana als Spielertrainer zu den damals frisch gegründeten Handballfreunden Reckenfeld/Greven 05, die mit ihren Herren in der Bezirksliga unterwegs waren. Nach einer Saison beendete er seine aktive Laufbahn und konzentrierte sich fortan auf das Coachen. Oana hatte immer noch eine Doppelfunktion, denn er trainierte sowohl die erste als auch die zweite Mannschaft der 05er. Darüber hinaus war er ab 2006 der erste Trainer des Westfalenstützpunkts in Greven.

Als Mannschaftscoach wechselte er 2008 von den Handballfreunden zum SuS Neuenkirchen, deren Herrenteam zunächst in der Bezirks- und später in der Kreisliga spielte. 2011 fand Oana den Weg zurück zum SC Greven 09, wo er erneut die zweite Damenmannschaft übernahm und wieder zum sofortigen Aufstieg führte, diesmal von der Kreis- in die Bezirksliga. In der folgenden Saison gelang der nächste Coup mit dem Sprung in die Landesliga, in der die 09-Damen – jetzt als erste Mannschaft – nun bereits seit fast sechs Jahren spielen.

Was den Grevener nach all den Jahren noch immer am Handball reizt, ist vor allem der Nervenkitzel. „Die Emotionen, die man beim Training, vor allem aber während eines Spiels entwickelt, sind schwer zu beschreiben“, sagt Oana, der als Sportlehrer an der Schule am Bagno in Burgsteinfurt arbeitet. „Man stößt an seine Grenzen, als Trainer noch mehr als als Spieler.“ Außerdem gefällt ihm, dass es im Handball immer wieder Überraschungen gibt: „Mit der richtigen Einstellung und einer guten Tagesform kann man auch einen richtig starken Gegner schlagen.“

Besonders freut sich Oana über Fortschritte. „Wenn dann auch noch die Chemie stimmt, dann hat man richtig Spaß.“ So wie derzeit mit den 09-Damen. „Wir haben natürlich auch Krisen durchgemacht“, räumt der 46-Jährige ein. „Aber wir haben sie gemeistert.“

Seine große Begeisterung für den Handball gibt Oana übrigens nicht nur an seine Mannschaft weiter, auch sein Nachwuchs hat ihn geerbt. Die elfjährige Daria und der siebenjährige Felix gehen für den SCG auf Torejagd und tragen mit dazu bei, dass der Name Oana fest mit dem Grevener Handball verbunden bleibt.

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