WN-Sportlerwahl: Peter Talmann
Der Einstein von der Emsaue

Greven -

Peter Talmann wirkt beim Fußball-A-Ligisten DJK BW Greven zum zweiten Mal in Folge als Feuerwehrmann. Auch bei der Wahl zum Trainer des Jahres dürfte der Grevener gute Chancen haben.

Sonntag, 06.01.2019, 18:00 Uhr
Peter Talmann hofft mit der DJK auf den Klassenerhalt. Foto: th

Der Mann gibt – zumindest äußerlich – einen veritablen Fußball-Professor ab. So etwas wie den „Einstein vom Sportgelände Emsaue“. So sieht sich Peter Talmann allerdings nicht, wenn er den Trainingsplatz in Greven betritt. Der 64-Jährige schlüpft viel lieber in die Rolle des Teamleiters. Und muss – gezwungener Maßen – erneut den Feuerwehrmann spielen, denn Talmann schickt sich gerade an, seinen Klub zum zweiten Mal in Folge aus einem sportlichen Tal zu führen.

Das gelang in der Saison 2017/18 prächtig, nachdem der A-Lizenz-Trainer sein Team der Spielzeit zuvor souverän zur Meisterschaft in der Kreisliga A geführt hatte. Doch in der A-Liga hatten es die DJK-Fußballer zunächst extrem schwer und wurden in der Tabelle nach unten durchgereicht. Bis Talmann wieder die Geschäfte auf dem Trainingsplatz übernahm und seiner Mannschaft neues Leben einhauchte. Am Ende stand dann der verdiente wie auch souveräne Ligaverbleib.

Das Geheimnis seines Erfolges? Flache Hierarchien und ein ausgeprägter Teamgedanke. Talmann wirkt vielleicht äußerlich wie eine Art Fußball-Oberlehrer, versteht sich mit seinen Jungs aber ganz offensichtlich prächtig – auf und neben dem Platz. Was wiederum dafür sorgt, dass die Akteure auf dem Platz ihr sportliches Potenzial oftmals ausschöpfen.

In vorderster Front Verantwortung tragen, diese jedoch auch teilen – das alles gepaart mit einer klugen taktischen Ausrichtung, dass soll auch in der Saison 2018/19 für genug Punkte in der Kreisliga A sorgen – mit Peter Talman an der Spitze.

Der hat übrigens nicht nur die glänzenden Seiten des Fußballsports kennen gelernt. Nach verletzungsbedingten Rückschlägen musste er früh seine aktive Laufbahn beenden. Über den eigenen Nachwuchs hatte der 64-Jährige dann wieder den Zugang zur Sportart Fußball bekommen und wirkte viele Jahre als Trainer – auch im Jugendbereich. Danach wollte sich der A-Lizenz-Inhaber eigentlich vom aktiven Geschäft zurückziehen und hinter den Kulissen die Fäden ziehen. Aktuell sieht es aber eher danach aus, als müsste Feuerwehrchef Talmann zuvor den einen oder anderen Brand an der Emsaue löschen. Er hofft auch bei der Grevener Sportlerwahl auf ein Happy End.

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