Mannschaft des Jahres: Die Herren 50 vom Golfclub Aldruper Heide
Vom Erfolg überrascht

Greven -

Sie gehören zu der Mannschaften des Jahres 2018: Die Herren 50 vom Golfclub Aldruper Heide. Nicht nur der Aufstieg in die dritte NRW-Liga ist bemerkenswert, auch die Art und Weise lässt aufhorchen. Und überrascht.

Freitag, 04.01.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 04.01.2019, 10:35 Uhr
Eine Mannschaft, die vom Erfolg selbst überrascht wurde (v.l.): Stefan Grädler, Franz Alfermann, Konrad Huckenbeck, Rolf Peter Schröer, Jürgen Burgholz, Andreas Hummelt, Christoph Heckmann und Markus Daldrup. Es fehlt Peter Bitter. Foto: Golfclub Altruper Heide

Nach dem Aufstieg in die Fußball-Bundesliga direkt zur Deutschen Meisterschaft – dieses Kunststück hat bisher nur der 1. FC Kaiserslautern unter dem legendären Otto Rehhagel geschafft. 20 Jahre ist das mittlerweile her. Dieses Kunststück der Saison 1997/98, es hat sich einen Platz in den Analen der Bundesliga gesichert. Jürgen Burgholz dient das Ereignis als Vergleich zu seiner Mannschaft, der AK 50 Herrenmannschaft des Golfclubs. Obschon nicht als Aufsteiger gestartet, sondern als Absteiger gehandelt, übernehmen Grevens Golfspieler in der vierten NRW-Liga wie einst der FCK um Weltmeister Andreas Brehme die Führung und geben diese nicht mehr her. Sie krönen die Saison mit der Meisterschaft und dem Aufstieg in die dritte Liga. Ein Erfolg, der die neun Herren selbst am meisten überrascht.

Nach ihrem Aufstieg fünf Jahre zuvor spielt Grevens Golfclub Saison für Saison um den Klassenerhalt in seiner mit sechs Mannschaften besetzten Gruppe. „Wir wollten die Liga unbedingt halten“, erinnert sich Jürgen Burgholz. Der langjährige Geschäftsführer beim Logistiker Greiwing, seit September 2017 im Ruhestand, scheut keine Verantwortung. So zählt es in der Rolle des Teamkapitäns zu seiner Aufgabe, die Mannschaft zusammen zuhalten. Und mehr noch: Zudem erkennt er frühzeitig in der im April beginnenden Saison, dass diesmal mehr geht als der Klassenerhalt.

Zum Auftakt in Rheine glückt seiner Mannschaft zunächst ein guter Start. Am Ende des ersten Spieltages, bei dem sich jeweils sechs Spieler der beteiligten sechs Mannschaften aufgeteilt in zwölf gemeinsamen Flights aufs Grün begeben, liegen die Aldruper mit zehn Schlägen in Führung.

Mannschaftswettbewerbe im Golf werden als Zählspiel ausgetragen. Fünf Resultate fließen in die Wertung ein, das schlechteste fällt raus. Eine Regel, die den besonderen Reiz ausmacht, findet Burgholz und lächelt verschmitzt: „Natürlich will keiner will der Streicher sein.“

Schon an diesem ersten Spieltag in Rheine kündigt sich an, was am Ende den Ausschlag zugunsten der Grevener geben wird. Angeführt von Stefan Grädler, der so etwas wie der Erfolgsgarant im Team ist, steuert er doch die mit Abstand besten Ergebnisse bei, leisten sich Grevens Herren kaum Patzer. Im Gegenteil: „Am Ende sind wir aufgestiegen, weil wir konsequent Top-Ergebnisse erzielt haben“, erklärt Burgholz, der in den folgenden Wochen spürt, wie er und seine Mitspieler vom Ehrgeiz gepackt sind. Zunächst in Münster, am dritten Spieltag dann auch auf der heimischen Anlage und schließlich in Coesfeld: Die Aldruper spielen schlagen, pitchen und putten zielgenau wie kein anderes Team dieser Liga. „Nicht Kamikaze, sondern save spielen“, lautet mittlerweile die Strategie, verrät Burgholz. Am 8. September ist es soweit. Die letzte Runde spielen sie in Ahaus nach Hause und werden souverän Meister.

Das Kunststück, vom ersten Spieltag an der Spitze zu stehen, ist dem 1. FC Kaiserslautern übrigens nicht vergönnt gewesen. Am vierten Spieltag übernahmen die Roten Teufel die Führung und gaben sie danach nicht mehr her.

Den Vergleich zu den Lauterern vom Betzenberg hat Jürgen Burgholz übrigens nicht zufällig gewählt. Er selbst ist leidenschaftlicher Fußball-Fan. Allerdings schlägt sein Herz nicht für den FCK, sondern für die Borussia aus Dortmund. Und für die läuft es in dieser Saison bekanntermaßen ja auch wie geschmiert.

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