Handball: Kreisliga Grandiose Aufholjagd

Saerbeck -

Das kommt auch sehr selten vor. Im Meisterschaftsspiel gegen den SC Hörstel lagen die Handballerinnen des SC Falke Saerbeck schon deutlich mit 4:11 zurück. Doch das Team von Trainer André Buhla zeigte anschließend große Moral, kämpfte sich wieder heran und schaffte am Ende sogar noch den Ausgleich. Entsprechend zufrieden zeigten sich die Saerbecker nach der Partie.

Von Heidrun Riese
Vanessa Krude zeigte in der Schlussphase vollen Einsatz. Und der wurde belohnt. Nach einem klaren Rückstand sicherten sich die Falken noch einen Punkt.
Vanessa Krude zeigte in der Schlussphase vollen Einsatz. Und der wurde belohnt. Nach einem klaren Rückstand sicherten sich die Falken noch einen Punkt. Foto: Heidrun Riese

Nach der schwachen Anfangsphase war das 27:27 (9:14)-Unentschieden, das die Kreisliga-Handballerinnen des SC Falke Saerbeck am Sonntagabend im Heimspiel gegen den SC Hörstel erzielten, schon eine kleine Sensation. André Buhla freute sich besonders über die starke Moral, die seine Mannschaft an den Tag legte. „Nach einem 4:11-Rückstand hat man normalerweise keine Chance“, betonte der Trainer.

Zunächst machten die Falke-Frauen wirklich keine gute Figur: In der Abwehr hatten sie Abstimmungsprobleme. Und im Angriff gelang es nicht, den nötigen Druck aufzubauen, so dass die Saerbeckerinnen kaum zu Torwürfen kamen. Folgerichtig gerieten die Falke-Damen mit 1:6 (13.) in Rückstand und fielen über 2:8 (15.) sowie 3:9 (17.) auf 4:11 (20.) zurück. Sie spielten gerade in doppelter Unterzahl, als der Groschen fiel: Jessica Nienaber setzte sich gegen zwei SC-Spielerinnen durch und eröffnete mit ihrem 5:11 (21.) eine Drei-Tore-Serie ihrer Mannschaft, die Hoffnung schöpfen ließ.

Zwar lagen die Falke-Frauen zur Pause mit 9:14 immer noch deutlich hinten, doch davon ließen sie sich nicht beeindrucken. Sie arbeiteten sich bis auf 14:17 (38.) vor, gerieten mit 15:20 (41.) dann wieder weiter in Rückstand. Durch weitere drei Treffer in Folge, die alle Jessica Nienaber vom Kreis erzielte, kamen die Saerbeckerinnen schließlich auf 18:20 (44.) heran.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste längst Muffensausen bekommen – und dadurch nicht nur die ein oder andere Zwei-Minuten-Strafe, sondern in der umkämpften Schlussphase sogar zwei rote Karten (56./59.) kassiert. Eva Möllerherm gelang mit einer starken Einzelaktion dann schließlich der Anschlusstreffer zum 25:26 (58.). Vanessa Krude setzte noch einen obendrauf, als sie schon auf dem Boden lag, aber den Ball noch zum 26:26 (59.) in die gegnerischen Maschen bugsierte. Mit einer ähnlich tollen Aktion zum 27:27 (60.) machte die Rückraumspielerin auch den zwischenzeitlichen Siebenmeter der Gäste wett und sicherte ihrer Mannschaft damit den verdienten Punktgewinn.

Falke-Frauen: Wickenbrock, Wenners – Joanning (8/8), Krude (6), L. Jochmaring (5), Nienaber (5), Borgert (2), Möllerherm (1), J. Jochmaring, Frerking, Frank und Grüter.

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