Fußball Kreisliga A Tecklenburg SC Falke schiebt Frust

Saerbeck -

Ballbesitz alleine ist kein Erfolgsgarant. Das wissen spätestens seit diesem Wochenende auch die Fußballer des SC Falke, die gegen Schwarz-Weiß Esch Lehrgeld zahlen mussten.

Von Sven Thiele
Wer hier die Flughoheit, ist schwer zu sagen. Am Boden gab jedenfalls der SC Falke den Ton gegen Esch an. Das bessere Ende hatten am Sonntag freilich die Gäste.
Wer hier die Flughoheit, ist schwer zu sagen. Am Boden gab jedenfalls der SC Falke den Ton gegen Esch an. Das bessere Ende hatten am Sonntag freilich die Gäste. Foto: Sven Thiele

Eine halbe Stunde war die A-Liga-Begegnung zwischen dem SC Falke Saerbeck und Schwarz-Weiß Esch alt, da trat Holger Althaus energischen Schrittes an die Seitenlinie und forderte mehr Tempo von seinen Spielern: „Wir müssen zwei Schippen drauf legen.“ Zu diesem Zeitpunkt lag der SC Falke bereits mit 0:1 zurück, ließ Ball und Gegner zwar hin und her laufen, hatte dort, wo es unbedingt erforderlich ist, jedoch wenig zuzulegen. Wie schon am Donnerstag in Mettingen fehlte es dem gestürzten Tabellenführer vor dem Tor an der nötigen Durchschlagskraft. Die Folge war eine 2:3 (0:2)-Niederlage, die die Saerbecker nach 90 intensiven Minuten frustriert zu Boden sinken ließ.

Holger Althaus legte sich am Sonntag jedenfalls mächtig ins Zeug, um die erste Saisonniederlage zu vermeiden. Saerbecks Trainer fand nicht nur während des Spiels deutliche Worte, er stellte in der Pause auf mehreren Positionen um und wechselte später munter durch. Doch seine Bemühungen blieben unter dem Strich erfolglos. Wie die seiner Spieler, die zwar ackerte, aber keine Ernte einfuhren.

Erst fünf Minuten vor dem Ende keimte ein wenig Hoffnung auf, als Konstantin Usov zum längst überfälligen 2:2-Ausgleich traf. Es sollte ein kurzer Moment der Freude bleiben. Fast im direkten Gegenzug lieferte Esch eine Antwort, die den Saerbeckern überhaupt nicht schmeckte. Mit ihrem dritten Tor besiegelten sie nicht nur ihren 3:2-Sieg, sie erteilten den Falken außerdem eine Lektion in Sachen Effektivität.

Ganze drei Mal tauchten die Gäste an diesem Sonntag vor dem von Nicolas Beermann gehüteten Gehäuse auf. In allen drei Szenen hatte Saerbecks Schlussmann das Nachsehen. Was nicht etwa an ihm lag. Dem Führungstreffer in der 28. Minute war eine Saerbecker Unachtsamkeit an der Strafraumgrenze voraus gegangen. Das 0:2 in der 42. Minute war die Folge eines Ballverlustes von Thomas Holtrup. Er vertändelte den Ball, als seine Mitspieler allesamt in der Vorwärtsbewegung waren. Und auch beim dritten erfolgreichen Angriffsversuch der Gäste tat sich die Defensive der Saerbecker mit dem Umschalten schwer.

Ein gutes Ende schien möglich, als Stefan Winkeljann eine der zahlreichen Chancen zum 1:2 verwandelte (75.) und Konstantin Usov zehn Minuten später der Ausgleich gelang. Felix Steuter, ansonsten zwar gewohnt auffällig aber ungewohnt abschlussschwach, hatte mustergültig aufgelegt.

Und so war es an Schwarz-Weiß Esch für die Überraschung dieses Spieltages zu sorgen. Und das mit drei Torchancen. Holger Althaus: „Esch war sehr effektiv.“

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