Greven 09 blickt auf Aufstiegsrelegation der Bezirksliga-Zweiten Rosige Perspektiven

Greven -

Unverhofft kommt oft. Wegen des Rückzugs dreier Mannschaften aus der Oberliga Westfalen kommt es in den untergeordneten Spielklassen zu einem vermehrten Aufstieg, von dem am Saisonende die Vizemeister profitieren. Das eröffnet dem SC Greven 09 in der Bezirksliga überraschende Perspektiven.

Von Heiner Gerull
Bereit zum Abheben: Mohamed Seye und seine Teamgefährten von Greven 09 sind gut beraten, die Saisonabschlussfahrt nicht zu voreilig zu terminieren. Es gibt möglicherweise eine Aufstiegsrunde
Bereit zum Abheben: Mohamed Seye und seine Teamgefährten von Greven 09 sind gut beraten, die Saisonabschlussfahrt nicht zu voreilig zu terminieren. Es gibt möglicherweise eine Aufstiegsrunde Foto: Thomas Strack

In puncto Meisterschaft ist die Entscheidung in der Fußball-Bezirksliga praktisch gefallen. Erhaben residiert Westfalia Kinderhaus auf dem Thron, und niemand ist in Sicht, der dem Club aus Münsters Norden das Revier streitig machen könnte. Doch aufgrund der Entwicklung in den übergeordneten Spielklassen, speziell in der Regionalliga West und der Oberliga Westfalen – haben plötzlich auch die Bezirksliga-Zweiten Aktien im Ränkespiel um den Aufstieg in die Landesliga. Der Tabellendritte SC Greven 09 verfolgt diese unverhoffte Entwicklung mit größtem Interesse, liefert die Aussicht auf mögliche Relegationsspiele der Vizemeister den Nullneunern doch einen besonderen Kick mit rosigen Perspektiven.

Auch wenn das Tabellenbild der Bezirksliga aufgrund zahlreicher noch ausstehender Nachholspiele ein verzerrtes Bild liefert, spricht einiges dafür, dass die Grevener bei der Vergabe des zweiten Tabellenplatzes ein gewichtiges Wort mitreden könnten. Lag die Mannschaft nach Abschluss der Hinrunde als Sechster noch im Niemandsland der Tabelle, avancierte sie nach der Winterpause mit fünf Siegen, einem Remis und nur einer Niederlage zur zweitbesten Mannschaft der Rückrunde. Besser ist nur der FC Vorwärts Wettringen, der in der Gesamtwertung einen Punkt hinter den Nullneunern auf Rang vier lauert.

„Sicherlich schielen wir auf Platz zwei. Aber ehe wir anfangen zu rechnen, müssen wir erst einmal unsere Hausaufgaben erledigen“, sagt 09-Trainer Andreas Sommer. Möglicherweise wissen seine Grevener schon Ende April, wohin die Reise geht. Denn mit den nach Ostern anstehenden Heimspielen gegen Vorwärts Wettringen (8. April) und SV Wilmsberg (22. April) sowie den Auswärtsbegegnungen beim VfL Wolbeck (15. April) und bei Emsdetten 05 (29. April) könnte 09 schon ein ganzes Stück weiter sein. Das sieht auch Sommer so: „Diese Spiele sind richtungsweisend. Wenn wir uns in denen behaupten, haben wir Chancen.“

Das ist eine realistische Einschätzung. Für 09 spräche dann das Restprogramm, das ausnahmslos Vergleiche gegen Gegner aus der unteren Tabellenregion parat hält. „Die größten Mitbewerber im Kampf um Platz zwei sehe ich im SC Altenrheine, FC Vorwärts Wettringen und auch Wilmsberg“, verrät Sommer nichts wirklich Überraschendes.

Wobei es seiner Mannschaft in die Karten spielen könnte, dass die Wettringer am letzten Spieltag noch gegen Westfalia Kinderhaus antreten müssen, und auch der SV Wilmsberg (10. April) und der SC Altenrheine (15. April) mit dem designierten Meister noch die Klingen kreuzen muss. Zudem wird Altenrheines hammerhartes Restprogramm mit den Heimspielen gegen Vorwärts Wettringen (6. Mai) und den SV Wilmsberg (21. Mai) abgerundet.

Abgerechnet wird am 27. Mai, dem letzten Saisonspieltag. Im Anschluss folgen die Relegationsspiele der Tabellenzweiten um den Aufstieg in die Landesliga. Zuletzt hatte es solch eine Extrarunde am Ende der Saison 2015/16 gegeben. In der war Bezirksliga-Vizemeister SV Wilmsberg am späteren Landesliga-Aufsteiger RW Deuten gescheitert.

Hoffentlich waren die Nullneuner so schlau und haben ihre obligatorische Saison-Abschlussfahrt nach Mallorca nicht schon für Anfang Juni gebucht.

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