Frauen-Fußball: Bezirksliga Recht gehabt, Recht bekommen

Greven/Ladbergen -

Ladbergens Trainer Jürgen Röös hatte es geahnt: Der Einsatz von gleich vier Verbandsliga-Spielerinnen im Spiel zwischen VfL Billerbeck II und seinem Team war nicht rechtens. Ein kurzer Blick ins Regelwerk bestätigte seinen Verdacht.

Von Ulrich Schaper
Die Fußballerinnen von BW Greven und VfL Ladbergen haben ihr Spiel gegen VfL Billerbeck nachträglich am grünen Tisch mit 2:0 gewonnen.
Die Fußballerinnen von BW Greven und VfL Ladbergen haben ihr Spiel gegen VfL Billerbeck nachträglich am grünen Tisch mit 2:0 gewonnen. Foto: Ulrich Schaper

Mit dem Recht- und Unrechtempfinden ist es ja so eine Sache. Dass das 0:9 seiner Elf am Wochenende eine Schmach war, das verhehlte Ladbergens Trainer Jürgen Röös keineswegs. Nur über die Art und Weise, wie dieses Ergebnis gegen die Reserve des VfL Billerbeck zustande gekommen war, machte sich der Übungsleiter so seine Gedanken. Kurzerhand hatten die Gäste mit vier Spielerinnen aus dem Westfalenliga-Kader nachgewürzt und das akut abstiegsgefährdete Team von Jürgen Röös damit vor eine unlösbare Aufgabe gestellt.

„Wir haben im Regelwerk nachgeschaut, ob das so ohne weiteres möglich ist“, sagt Röös. Und tatsächlich, bei näherem Hinsehen zeigte sich: Ist es nicht. Zwar hätte Billerbeck durchaus bis zu vier Spielerinnen aus dem Verbandsliga-Team aufs Feld schicken dürfen. Mindestens zwei davon aber hätten aus dem U23-Jahrgang sein müssen (Stichtag 1.7.1994). „Da das nicht so war, haben Abteilungsleiter Carsten Behling und ich dann den Vorsitzenden Norbert Plogmeier darum gebeten, Protest bei der Staffelleitung einzulegen.“ Schon am Dienstagabend wurde em Protest stattgegeben. „Das Regelwerk ist eindeutig. Für uns sind das zwei ganz wichtige Punkte gegen den Abstieg. Nun sind es nur vier Punkte auf einen Nichtabstiegsrang. Das dürfte uns Auftrieb geben.“

http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4791222?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686137%2F2686209%2F2686793%2F