Fußball: Kreisliga B1 Münster Aufwärmen für den Liga-Gipfel

greven -

Im Gleichschritt geht es weiter an der Tabellenspitze der Kreisliga B: Zwei Wochen vor dem Liga-Gipfel leisten sich weder die DJK noch Gimbte einen Aussetzer. Und Tore fallen zu Genüge.

Von Stefan Bamberg
Chancen über Chancen: Dario Kemper und die DJK Greven siegten am Sonntag 4:0 gegen Portu Münster – doch Gimbte zog gnadenlos nach.
Chancen über Chancen: Dario Kemper und die DJK Greven siegten am Sonntag 4:0 gegen Portu Münster – doch Gimbte zog gnadenlos nach. Foto: Stefan Bamberg

Da sitzt er auf dem Rasen und kann sich das Lachen nicht mehr verkneifen. Es läuft die 83. Minute und Torben Mais hat einen reingestolpert. Irgendwie. Doch noch. Das beliebte Sportreporter-Bonmot von den „Chancen im Minutentakt“ – es wäre hoffnungslos untertrieben für das, was die DJK am Sonntag erlebt. Am Ende heißt es in der Emsaue 4:0 für Greven, nur 4:0 – ein Nachmittag zum Schmunzeln. Allerdings nicht für alle: „In der Trainingswoche haben wir was zu tun“, sagt Trainer Peter Lakenbrink. „Unsere Tormöglichkeiten waren ja einfach nur unfassbar.“

Unfassbar ist auch das Ergebnis, mit dem BG Gimbte 15 Fahrrad-Minuten weiter den IKSV Münster nach Hause schickt: 7:0 (4:0) gewinnen die Schlage-Balltreter. Das Wett-Ballern um den A-Liga-Aufstieg, es läuft wohl tatsächlich auf eine Entscheidung im Derby am 7. Mai hinaus. Und das steigt in Gimbte, wo sich Dragan Grujic und Kollegen durch zwei schnelle Treffer (Marcel Pielage, 11./Christoph Grotholtmann, 12.) früh in Sicherheit bringen.

Die DJK muss etwas länger warten: 26. Minute, Torben Mais und sein erster Streich – ein feiner Bewegungsablauf, bei dem man sich schon vom Zugucken die Haxen brechen kann. Apropos zugucken: Portu, eigentlich ja noch im Abstiegskampf, macht 90 Minuten lang genau das.

Fußball in der Einbahnstraße – das gilt fortan auf beiden Plätzen. Beide Fern-Kontrahenten erhöhen noch vor der Pause: Gimbte durch Pielage (30.) und Marco Wienkamp (45.), während in Greven Jonas Averbeck davon profitiert, dass gar niemand mit ihm hochspringen will – Kopfball, 2:0. Portu hat mit Bruno da Silva einen famosen Torhüter, der Rest fliegt vorbei, drüber, ans Alu – es ist teilweise skurril. Aber vermutlich folgenlos, aufs Torverhältnis wird es am Ende kaum ankommen.

Gimbte macht die Ente trotzdem richtig fett: Andrei Ludusan zum Fünften (52.), Chris Nobbe zum Sechsten (57.), Grujic höchstselbst zum Siebten (87.). Was für eine Vermöbelung! Und der DJK? Gelingt nach Mais‘ eingangs beschriebenem Knicker-Tor zum 3:0 noch das 4:0, erneut durch Averbeck (89.). Schlusspfiff. 7:0 hier, 4:0 dort, Blau-Weiß und Blau-Gelb schießen sich warm für den Liga-Gipfel in 14 Tagen. Nur ein Gegner wäre schön gewesen.

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